Muri
Gut Ding will Weile haben: Recycling-Paradies nach acht Jahren realisiert

Jetzt hat auch der Bezirkshauptort endlich eine vollwertige Entsorgungsstelle – wie sie vor acht Jahren an der Gemeindeversammlung beschlossen wurde. «Den heutigen Bedürfnissen bezüglich Kunden- und Platzverhältnissen angepasst.»

Eddy Schambron
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Jetzt kann alles an einem Ort entsorgt werden – im Recycling-Paradies.

Jetzt kann alles an einem Ort entsorgt werden – im Recycling-Paradies.

Eddy Schambron

Gut Ding will Weile haben, manchmal auch im politischen Alltag. Mit der Eröffnung des Recycling-Paradieses im Industriegebiet jedenfalls wird ein Beschluss der Einwohnergemeindeversammlung aus dem Jahr 2009 erfüllt. Acht Jahre, nachdem der Souverän einen Antrag, die Entsorgung aller Materialien am gleichen Ort zu ermöglichen, gutgeheissen hat, ist das Begehren erfüllt.

An der Einwohnergemeindeversammlung vom 25. Juni 2009 genehmigten die Stimmberechtigten einen Verpflichtungskredit von 5,75 Mio. Franken für ein neues Feuerwehrgebäude. Mit dem Neubau wurde auch ein Standortwechsel der Entsorgungsstelle notwendig. Damals schrieb der Gemeinderat in seiner Vorlage, dass mit dem Neubau des Feuerwehrgebäudes am Wiliweg «die Entsorgungsstelle den heutigen Bedürfnissen bezüglich Kunden- und Platzverhältnissen angepasst» wird.

Das genügte Ewald Businger, Geschäftsführer der EFA Energie Freiamt AG, allerdings nicht. Er beantragte, das Projekt neue Entsorgungsstelle sei zu überarbeiten und nach der Grundidee «Entsorgung aller Materialien am gleichen Ort» zu erweitern. Die Angebotserweiterung müsse im Minimum alle Artikel mit vorgezogener Recycling-Gebühr beinhalten.

Er führte als Beispiel Wohlen oder den Öki-Hof des Zweckverbandes der Zuger Einwohnergemeinden an und hielt gegenüber dem Gemeinderat Muri laut «Der Freischütz» fest: «Muri hat in dieser Hinsicht einen grossen Nachholbedarf. Wir befinden uns viele Jahre im Rückstand.»

Unter den Murianer Einwohnern und beim Gewerbe herrsche Unzufriedenheit, weil man die Abfälle, die sich im Haushalt ansammeln, an verschiedenen Orten im Dorf entsorgen müsse, hielt Businger damals in einem Brief fest. Sein Antrag wurde laut Lokalzeitung «mit grosser Mehrheit bei einzelnen Gegenstimmen» genehmigt.

Mit der Eröffnung des Recycling-Paradieses durch die Familie Bertschi ist nun der an der Einwohnergemeindeversammlung am 25. Juni 2009 genehmigte Antrag vollumfänglich umgesetzt.

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