Merenschwand

Feuerwehrkommandant zur Brandserie: «Man rechnet schon damit, dass das Natel in der Nacht läutet»

Brandserie Merenschwand: Polizei verhaftet zehn Personen

Brandserie Merenschwand: Polizei verhaftet zehn Personen

Die Feuerwehr rückte diese Woche bereits zum fünften Mal aus. Auch in der Nacht auf Samstag brannte es erneut an zwei Orten im aargauischen Freiamt. Die Polizei geht wieder von Brandstiftung aus. Nun wurden letzte Nacht zehn Verdächtige verhaftet.

Fünf Brände in sechs Tagen – in Merenschwand macht sich Verunsicherung breit. Es gibt aber Grund zur Hoffnung, dass es in der Samstagnacht ruhig bleibt.

Am Freitagabend wurden in Merenschwand gleich mehrere Brände gelegt. Kurz nach 9 Uhr zündete die Täterschaft ein Mehrfamilienhaus an, Rauch drang aus der Garage und aus dem Dach. Bemerkt wurde der Brand von Corina Richter, die nebenan wohnt und selbst in der Feuerwehr ist. Nach der Alarmierung begann sie selber mit den Löscharbeiten. 

Gegenüber TeleM1 sagt sie: «Man hat kein gutes Gefühl, gerade wenn man kleine Kinder hat, hat man schon ein bisschen Angst.» 

Nur wenige Stunden später muss die Feuerwehr erneut ausrücken. Ein Schopf brennt.  Noch während die Feuerwehr mit Löschen beschäftigt ist, bemerkt sie, dass aus der Einstellhalle vom Haus nebenan ebenfalls Rauch dringt. Ein Autoanhänger brennt.

Wie war es möglich, dass jemand in die Garage eindrang? «Entweder er hatte einen Schlüssel. Oder jemand ist in die Garage gefahren, und er ist hinterher gelaufen», sagt Bewohner und Hauswart Werner Andermatt.

Die Brandserie lässt auch den Feuerwehrkommandanten unruhig schlafen. Patrick Fischer erzählt: «Wenn ich abends ins Bett gehe, habe ich im Hinterkopf, dass das Natel in der Nacht läuten könnte.» Er hoffe, dass die Brände bald aufhören. «Wir haben es wirklich langsam gesehen. Die Leute werden müde.»

Laut Polizei ist es gut möglich, dass Fischer diese Nacht durchschlafen kann. Es wurden zehn Personen verhaftet. «Alle werden eingehend befragt, einerseits zu den Brandumständen und andererseits werden sämtliche Alibis abgeklärt», so Adrian Bieri, Mediensprecher der Kapo Aargau. (kob)

Polizeibilder vom Dezember

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