Muri
Feuerwehrgebäude: Es gibt Platz für die zweite Etappe

Auch wenn die Feuerwehr Muri das neue Gebäude bereits nutzen kann, sind die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen. Gegenwärtig wird das alte Feuerwehrgebäude abgebrochen, damit die zweite Etappe des ganzen Projektes in Angriff genommen werden kann.

Eddy Schambron
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«Wir liegen im Zeitplan», stellt Gemeinderat Ueli Frey fest. «Auch finanziell sind wir auf Kurs», ergänzt er. Überraschungen werde es nicht mehr geben, «90 Prozent der Ausgaben sind heute bereits getätigt.» Der Abschluss der zweiten Etappe soll im April 2012 erfolgen.

Kredit von 5,75 Mio. Franken

Für das neue Feuerwehrgebäude bewilligte die Einwohnergemeindeversammlung im Juni 2009 einen Bruttokredit von 5,75 Mio. Franken. Die Gebäulichkeiten der Stützpunktfeuerwehr Muri+ waren bis anhin in der ehemaligen Scheune der Pflegimuri untergebracht, welche 1975 für Feuerwehrzwecke umgenutzt wurde.

Das neue Feuerwehrgebäude ist räumlich und funktional in drei Teile gegliedert: Einstellhalle, Nebenraumtrakt und Lager. Die Einstellhalle verfügt über elf Bahnen und eine Waschstrasse. Die Büros, die Umkleideräume und der Theorieraum in den zum Wiliweg hin orientierten Gebäudeteil sind in einem Baukörper untergebracht, der Minergie-Standard aufweist.

Werkstatt, Lager und Atemschutz befinden sich in einem weiteren Gebäudeteil. Hier stehen gemäss Projekt auch Räumlichkeiten für das Bauamt zur Verfügung, wo vor allem die Marktstände gelagert werden können. Der Neubau des Feuerwehrgebäudes bringt ausser-dem eine Verlegung der Wertstoffsammelstelle mit sich.

Mit Solarstrom

Das Murianer Feuerwehrgebäude ist aber auch in anderen Hinsicht wegweisend. Auf dem Dach der Anlage wird schon bald mit einer Photovoltaik-Anlage Strom produziert. Erstellerin dieses Solar-Kraftwerks ist die EFA Energie Freiamt AG. Genutzt werden fast die gesamten 455 Quadratmeter des Daches. Die 280 Solarmodule produzieren jährlich bis zu 60000 Kilowattstunden Strom.

Damit können ungefähr 17 kleine Haushalte – elektrische Heizung ausgenommen – versorgt werden. «Die Anlage produziert nicht übermässig viel Strom. Sie ist aber mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein», sagte Ewald Businger, Geschäftsführer der EFA, bei der Präsentation des 250000 bis 300000 Franken teuren Projekts. Ab 2012 soll der umweltfreundlich produzierte Strom voraussichtlich über den Verein Aargauer Naturstrom vermarktet werden.

«Gmeind» sagte Nein

Die Idee einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des neuen Feuerwehrgebäudes stammt von der SP Muri. Ihr entsprechender Antrag wurde an der Einwohnergemeindeversammlung vom 25. Juni 2009 allerdings mit 90 Nein gegen 73 Ja abgelehnt.

Die EFA beurteilte die Idee jedoch positiv. Sie finanziert die Anlage im vollen Umfang, die Gemeinde stellt das Dach zur Verfügung.

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