Muri
Erstmaliger Einblick ins neue Feuerwehrgebäude

Gestern bot sich im Rahmen der Minergie-Tage erstmals die Gelegenheit für alle, ins neu erstellte Gebäude der Stützpunktfeuerwehr Muri+ zu blicken.

Eddy Schambron
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Auch heute Samstag ist das noch möglich. Dabei beeindruckt die neue Einstellhalle mit grosszügigen Dimensionen und dem beeindruckenden Fahrzeugpark. Aber auch die Material- und Umkleideräume, sowie die übrige Infrastruktur zeigen auf, welche Grösse die Stützpunktfeuerwehr Muri+ heute aufweist.

Im Minergie-Standard

Das neue Feuerwehrgebäude, für das die Einwohnergemeindeversammlung im Juni 2009 einen Bruttokredit von 5,75 Millionen Franken sprach, ist zum grossen Teil im Minergie-Standard gebaut. Das ist auch der Grund, weshalb es jetzt schon an den Schweizer Minergie-Tagen gestern und heute der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. «Die Halle verfügt über keine Komfortlüftung», sagt Architekt Mike Weber von den BW Architekten, Zürich. Sie würde auch keinen Sinn machen, weil die grossen Tore teilweise lange offenstehen.

Das neue Feuerwehrgebäude ist räumlich und funktional in drei Teile gegliedert: Einstellhalle, Nebenraumtrakt und Lager. Die Einstellhalle verfügt über elf Bahnen und eine Waschstrasse. Die Büros, die Umkleideräume und der Theorieraum in den zum Wiliweg hin orientierten Gebäudeteil sind in einem Baukörper untergebracht.

Roh und verschränkt

Wichtig war den Architekten, dass das Gebäude keine optische Konkurrenz zum Klosterbezirk darstellt. «Die zentrale Lage stellte sicher besondere Herausforderungen», räumt Architekt Mike Weber ein. Dadurch, dass der ganze Gebäudekomplex verschränkt und schräg im Gelände steht, erreichte er diese gewünschte Zurückhaltung.

Das Gebäude selber ist roh, das heisst, es wird keine Farbe verwendet. Diese Grundhaltung zieht sich durch das ganze Gebäude hindurch und lässt beispielsweise auch im Aufenthaltsraum oder in den Garderoberäumen eine besondere, angenehme Atmosphäre entstehen. Sogar das verbaute Tannenholz, das übrigens aus Muri selber stammt, ist unbehandelt.

Energieeffizientes Gebäude

Das neue Feuerwehrgebäude der Stützpunktfeuerwehr Muri+ ist nicht nur energieeffizient gebaut, sondern produziert mit einer Photovoltaikanlage der EFA Energie Freiamt AG auch Strom. Die Erstellung in Minergiestandard spart erhebliche Energiekosten. In der Schweiz sind derzeit rund 23000 Gebäude nach einem Minergie-Standard zertifiziert.

Obwohl die Vorzüge des «besten Bauens» allgemein anerkannt sind, bleiben bei Interessierten immer noch Fragen: Wie hoch sind die Mehrkosten? Wie funktioniert das mit der Komfortlüftung. Diese und weitere Fragen beantworten die Bauverwaltung Muri und die beauftragten Planer noch heute Samstag, 9 bis 14 Uhr, im Gebäude der Stützpunktfeuerwehr Muri+. An den Schweizer Minergie-Tagen öffnen rund 300 Minergie-Häuser in der ganzen Schweiz ihre Türen.

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