Muri
Energie Freiamt AG profitiert von Bauboom

Die Energie Freiamt AG hat erfolgreich gewirtschaftet. Bei den Elektroinstallationen hat sie dank dem Bauboom stark zugelegt.

Eddy Schambron
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Katja Werder im heutigen EFA-Laden. Sie wird mit dem Umbau des Erdgeschosses neue Verkaufsräumlichkeiten erhalten. Eddy Schambron

Katja Werder im heutigen EFA-Laden. Sie wird mit dem Umbau des Erdgeschosses neue Verkaufsräumlichkeiten erhalten. Eddy Schambron

Eddy Schambron

Leichter Rückgang beim Stromverkauf der EFA Energie Freiamt AG um 1,2 Prozent, und das, obwohl in Muri gebaut wird wie noch nie. Der Grund ist, wie Geschäftsführer Ewald Businger an der Generalversammlung ausführte, ein geringerer Bedarf in der Grossindustrie. Immerhin: Nur sieben Kunden, die vom freien Markt Strom beziehen können, nutzen diese Möglichkeit auch, die andern bleiben wie bisher der EFA Energie Freiamt AG als Lieferantin treu. Der Umsatz in Franken ist 2017 stark zurückgegangen, weil die Strompreise auf einem entsprechend tiefen Niveau waren. Das wird sich wieder ändern.

Schöne Dividende

So oder so: Die Energie Freiamt AG hat erfolgreich gewirtschaftet. Bei einem Ertrag von 16,615 Mio. Franken und einem Aufwand von 15,654 Mio. Franken bleibt ein Jahresgewinn von 786'000 Franken, praktisch gleich wie im Vorjahr. Für die Aktionäre, zwei Drittel die Einwohnergemeinde Muri und ein Drittel die AEW Energie AG, gibt es damit die seit Jahren unveränderte Dividende von 6 Prozent oder 240 000 Franken für die Gemeinde und 120'000 Franken für die AEW.

Mehr als der Bau von Solaranlagen

Muri ist in Bezug auf die Energiestrategie 2050 bereits gut aufgestellt. Das sagte Gemeindepräsident Hampi Budmiger an der Generalversammlung der EFA Energie Freiamt AG. Schon im bisherigen Leitbild werde eine Vorbildfunktion der Gemeinde in effizienter Energienutzung und in der Förderung erneuerbarer Energie formuliert. Im neuen Leitbild, das noch vor den Sommerferien präsentiert werden soll, werde dem Thema noch verstärkt Gewicht gegeben. So sollen unter anderem Fernwärme weiter gefördert, Dächer von Gemeindeliegenschaften für die Solarstromproduktion genutzt und allgemein Projekte von Photovoltaikanlagen auf Dächern «wohlwollend behandelt werden, wo das möglich ist». Budmiger ist überzeugt, dass der Weg der Energiestrategie 2050 richtig ist. «Die Rahmenbedingungen werden klarer, die Technik eröffnet neue Möglichkeiten.» Es gehe aber um mehr als um den Bau von Photovoltaikanlagen. Effizient sei, wenn wir «Arbeit, das Wohnen und das Leben, wenn möglich auch noch die Ferien, in der Region haben». (es)

Die EFA beliefert fast 6000 Kundinnen und Kunden, zählt unter anderem 82 Trafostationen und inzwischen 83 Stromproduktionsanlagen im ganzen Netzgebiet, davon fünf eigene und 77 private Photovoltaikanlagen. Weiter liefert sie Fernwärme ab der Abwasserreinigungsanlage und aus dem Grundwasser, betreibt das Geschäft mit netznahen Dienstleistungen, vor allem für Elektra-Genossenschaften der umliegenden Gemeinden, macht Elektroinstallationen und führt auch ein eigenes Elektrofachgeschäft.

«Bei den Elektroinstallationen hatten wir ein sehr gutes Jahr», freut sich Businger, «es wird auch gebaut wie verrückt». Rund 2,6 Mio. Franken hat das Unternehmen in eigene Instandhaltungsarbeiten und den Betrieb investiert. Und wird weiter erneuern: In diesem Jahr wird das Erdgeschoss des Betriebsgebäudes komplett umgebaut. Es entsteht ein neuer Eingangsbereich mit einem neuen Laden und einem Grossraumbüro. «Der Laden wird auch während der Bauzeit durchgehend geöffnet sein», verspricht Businger.

Das gute Ergebnis ist nicht zuletzt das Verdienst der Belegschaft, wie Josef Etterlin, Präsident des Verwaltungsrates, dankend anerkannte. Insgesamt beschäftigt die EFA 47 Personen, 28 davon mit einem 50- bis 100-Prozent-Pensum. Ausserdem bildet sie elf Lehrlinge in vier Berufen aus. Als neuer Leiter Netze hat Michael Bischof und als neuer Leiter Finanzen und Dienste Christian Strebel die Arbeit aufgenommen. Marcel Frei wurde neu in den Verwaltungsrat gewählt, er ersetzt den zurückgetretenen Röbi Barrer. Bestätigt wurden die bisherigen Mitglieder der Einwohnergemeinde Muri mit Josef Etterlin, Hans-Peter Budmiger und Caroline Muff-Somma sowie der AEW Energie AG mit Peter Bryner und Hubert Zimmermann.

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