Fischbach-Göslikon
Ende November kommt es zur richtungsweisenden Abstimmung

Der Modulbau ist vom Tisch und der Gemeindehaus-Neubau für 5,9 Mio. Franken abstimungsreif. Daher kommt es auch am 26. November zu einer richtungsweisenden Abstimmung der Gemeinde.

Lukas Schumacher
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Nach dem Nein bei der Referendumsabstimmung gewinnt die Aufstockung des kleinen Löhrli-Schulhauses (Foto) an Aktualität.

Nach dem Nein bei der Referendumsabstimmung gewinnt die Aufstockung des kleinen Löhrli-Schulhauses (Foto) an Aktualität.

Lukas Schumacher

Damit hat niemand gerechnet. Sehr wuchtig, bei 422 Nein gegen 177 Ja, wurde die Modulbau-Lösung an der Referendumsabstimmung im Reusstaldorf bachab geschickt. «Nach diesem klaren Verdikt ist der geplante Modulbau vom Tisch», sagen Gemeindeammann Walter Stierli und Vizeammann Hans Peter Flückiger.

Der komfortable neue Modulbau zu Kosten von 687 000 Franken sollte das Domizil für die Kindergärtler werden, die im Kellergeschoss des Löhrli-Schulhauses einquartiert sind. Im Gegenzug sollten Mittagstisch, Mütter-Väter-Beratung und weitere schulnahe Angebote neu im frei gewordenen «Löhrli»-Kellergeschoss stattfinden.

«Kindergarten hat Priorität»

Wie gehts jetzt weiter? Walter Stierli und Hans Peter Flückiger, der die Ressorts Bildung und Finanzen betreut, sind sich einig: «Die Raumlösung für den Kindergarten ist vordringlich. Im August 2016, zu Beginn des neuen Schuljahres, müssen die Kindergärtler angemessene neue Räumlichkeiten haben.» Denkbar sei, dass als Zwischenlösung ein Pavillon gemietet werde. Nach dem deutlichen Nein zum Modulbau gewinnt eine Aufstockung des «Löhrli» an Aktualität.

3 Gemeinden

des Bezirks Bremgarten haben bisher Steuererhöhungen fürs Jahr 2016 angekündigt. Über Steuerfusserhöhungen wird in Rudolfstetten, Zufikon und Fischbach-Göslikon abgestimmt.

Bis zur allfälligen Realisierung einer Aufstockung dürften freilich rund drei Jahre verstreichen. Sollte eine Aufstockung ins Zentrum rücken, stellen sich laut Vizeammann Flückiger mehrere Fragen.

So insbesondere die Frage, ob man nebst der Aufstockung zu Kosten von 1,5 Mio. Franken zugleich Sanierungsarbeiten beim «Löhrli» ausführen solle. Klar sei, dass bei einem Aufstockungsprojekt auch das Referendumskomitee in der Pflicht stehe. «Zwei Leute des Komitees müssten beim Aufgleisen dieses Projekts mitarbeiten», teilte Flückiger mit.

Neues Gemeindehaus auf Prüfstand

Am 26. November kommt es zu einer richtungsweisenden Abstimmung in Fischbach-Göslikon. An der Gemeindeversammlung stimmen die Dorfbewohner über die Realisierung des Gemeindehaus-Neubaus ab.

Zu einem Kostendach von 5,9 Mio. Franken soll das Siegerprojekt Ursus des Architekturbüros Gredig Walser aus Chur verwirklicht werden. Im Lauf des nächsten Jahres soll die Bauerei anlaufen.

Für Planung und Projektierung des neuen Gemeindehauses hat die Gemeinde Fischbach-Göslikon inzwischen nahezu 500 000 Franken ausgegeben. Dies in der Gewissheit, dass eine Komplettsanierung des alten Gemeindehüslis sehr hohe Kosten verursachen würde und die Doppellösung «Abbruch und Neubau» Sinn macht.

Bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 6. November werden Gemeinderat und Baukommission das abstimmungsreife Neubauprojekt vorstellen.

Am 6. November wird auch über die Finanzierung des Neubaus gesprochen. Die Realisierung des neuen Gemeindehauses soll durch eine Steuererhöhung mitfinanziert werden.

Statt 103 % soll der Gemeindesteuerfuss nächstes Jahr 109 % betragen. Die 6 Prozentpunkte mehr machen im Reusstaldorf Mehreinnahmen von jährlich rund 200 000 Franken aus.

«Die Folgekosten und insbesondere die jährlichen Abschreibungen für den Neubau sind happig», betont Vizeammann und «Finanzminister» Hanspeter Flückiger. Ohne Steuererhöhung sei diese Belastung nicht zu stemmen.

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