Zivilschutzorganisation
Einsatz am Dienstweg: sichern, sanieren und roden

Die Zivilschutzorganisation Oberfreiamt war diesen Monat im Calancatal im Einsatz. Auftrag: Wegsicherung, Brückensanierung und Rodung.

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Die ZSO Oberfreiamt posiert auf der sanierten Brücke in Rossa (GR).

Die ZSO Oberfreiamt posiert auf der sanierten Brücke in Rossa (GR).

zvg

Im Auftrag von «bergversetzer», der Koordinationsstelle für Arbeitseinsätze im Berggebiet, war die Zivilschutzorganisation Oberfreiamt vom 10. bis 15. September im Calancatal auf dem Gemeindegebiet von Rossa im Einsatz. Ein Unterstützungszug unter der Leitung von Marco Oswald fuhr mit vier Fahrzeugen und ebenso vielen Material- und Werkzeuganhängern Richtung Süden, um im engen und steilen Bündner Bergtal seinen Einsatz zugunsten der Gemeinschaft zu leisten.

Die ZSO Oberfreiamt hatte den Auftrag, den im vergangenen Jahr angefangenen Dienstweg auf einer Länge von 1.5 km und 450 Höhenmetern fertigzustellen und zu sichern. Ein Helikopter folg die notwendigen Werkzeuge und Materialien auf den Berg, um den Zivilschützern diese Schwerarbeit zu erleichtern.

Sicher über die Calancasca

Der zweite Auftrag umfasste die Sanierung einer Stahl-/Holzbrücke über die Calancasca. Eine sanfte Restaurierung ist dringend notwendig, um die Rostschäden einzudämmen. Mittels einer Gerüst-Hilfskonstruktion wurden die Untersicht der Brücke zugänglich gemacht, die Stahlteile teilweise demontiert, geschliffen und grundiert, ehe die ganze Brücke mit der roten Endfarbe gestrichen wurde. Ebenso wurden die massiven Holzbohlenbretter angepasst und teilweise ersetzt. Die Arbeiten dauerten bis zur letzten Einsatzstunde, denn der plötzlich einsetzende Regen behinderte den Arbeitsfortschritt massiv.

Beim dritten Auftrag handelte es sich um die Rodung eines Lawinenauffangkegels, der das Dorf Rossa schützt. Auf einer Länge von mehreren hundert Metern galt es, die Bäume und Sträucher in den steilen Flanken der Calancasca zurückzuschneiden, damit im Fall eines Lawinenniedergangs die Auffangflächen keinen Widerstand bieten. Das ist in flachem Gebieten eher einfach, nimmt im felsigen und alpinen Gelände jedoch eine ganz andere Form an.

Alle drei Aufträge erfüllten die Zivilschützer aus dem Oberfreiamt zur grossen Freude der örtlichen Behörden. So liess es sich der Gemeinderat von Rossa nicht nehmen, am letzten Abend eigens für die Mannschaft zu kochen. Mit einem speziellen Safran-Risotto und Würsten aus der einheimischen Jagd verdankten sie den Einsatz der Oberfreiämter persönlich und sorgten damit für einen würdigen Abschluss dieses Einsatzes im Berggebiet. (aZ)

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