Auw
Ein Scheich und eine Mafiosi-Braut vergnügen sich auf der Alp

Die Theatergruppe Auw hat auch dieses Jahr wieder viel Aufwand für ihre traditionellen Theaterabende betrieben. Ab Samstag stehen die Laienschauspieler mit dem Lustspiel «Mafia-Lady Xenia» auf der Bühne.

Barbara Hagmann
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Der Scheich fühlt sich bei den Höslis wohl und und versucht sich nach Schweizer Tradition im Melken.HAG

Der Scheich fühlt sich bei den Höslis wohl und und versucht sich nach Schweizer Tradition im Melken.HAG

Barbara Hagmann

In Auw herrschte am vergangenen Sonntag der absolute Ausnahmezustand. Zwei Bomben explodierten in der Mehrzweckhalle. Mafiosi fuchtelten wild mit ihren Pistolen umher und Xenia, das hinterlistige Weibsbild, das mehr Bein zeigte als nötig, sorgte für Aufregung. Und was hatte der melkende Scheich damit zu tun? Interessierte sich dieser wirklich nur für die Kühe auf der Höslialp?

Fest steht, dass die Theatergruppe Auw für das heillose Durcheinander verantwortlich war. Denn was sich wie der letzte James Bond Streifen anhört, ist in Tat und Wahrheit die Inszenierung von «Mafia-Lady Xenia.» Trotz spannungsgeladenen Szenen handelt es sich beim Stück um einen Schwank. Das Publikum zum Lachen bringen, hat für die Theatertruppe oberste Priorität: «Wenn die Mundwinkel der Zuschauer nach oben zeigen, haben wir unser Ziel erreicht», sagte die Regisseurin Hanna Gehrig.

Akzent als Herausforderung

Nach der erfolgreichen Aufführung von «Ein Haus in Montevideo» gestaltete sich die Suche nach einem neuen Bühnenstück schwieriger als erwartet. Die Wahl fiel schliesslich auf das Lustspiel in drei Akten von Daniel Kaiser.

Minimale Anpassungen waren nötig, um die Szenen bühnentauglich zu machen. «Die Schiessereien und Rangeleien verlangen einen präzisen Ablauf», erläuterte Gehrig. Ebenso stellten Sprachakzente eine Herausforderung dar. «Es braucht Übung, um gebrochen Deutsch zu sprechen», meinte die Regisseurin.

900 Stunden geprobt

Mit dem Stück «Mafia-Lady Xenia» steht die Theatergruppe Auw zum 64 Mal auf der Bühne. Geprobt wird seit Ende August, wobei die letzten Wochen am intensivsten waren. Bis zur ausverkauften Premiere am 16. November, kommen die Schauspieler auf 40 Proben, was einem Einsatz von 900 Stunden entspricht. Mit ein paar Ausnahmen spielt auch dieses Jahr wieder der «harte Kern» der Auwer Theatergruppe. «Ich führe seit 16 Jahren Regie; das macht das Verteilen der Rollen einfacher.

Luxus statt Schweizer Tradition

Die Geschichte spielt sich folgendermassen ab: Auf der Höslialp ist der Teufel los. Seit die Mafia-Lady Xenia einen Luxustempel eröffnet hat, bleiben in der Ferienpension Hösli die Gäste aus. Doch Xenia versucht auch noch mit allen Mitteln, den Höslis den Gasthof abzuknöpfen – und dafür macht sie vor nichts Halt. Doch was für eine Rolle spielt der Scheich, der sich bei den Höslis einquartiert hat und Kühe melkt?

Vorstellungen in der Mehrzweckhalle Auw: 16. November, 13.30 und 20 Uhr, 20. November, 20 Uhr, 23. November, 20 Uhr, 24. November, 14 Uhr, 28. November, 20 Uhr, 30. November, 20 Uhr. Reservationen: 079 615 74 35 oder www.theaterauw.ch

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