Beim Familiendrama von Sarmenstorf ist am Mittwochabend ein älteres Ehepaar umgebracht worden. Der 32-jährige Sohn A.S. steht unter Tatverdacht und wurde noch in der Nacht nach der Tat mit seiner Ehefrau verhaftet. 

Im Dorf hat man die Familie, die seit 30 Jahren hier lebt, nicht viel gesehen. Sie haben sehr zurückgezogen gelebt, wie Nachbarn gegenüber Tele M1 sagen. Sie hätten mit niemandem aus der direkten Nachbarschaft Kontakt gehabt. Nebst den Eltern waren das drei Söhne und zwei Töchter, wobei ein Sohn vor einigen Jahren bei einem Autounfall ums Leben kam. 

«Wenn sie mit dem Hund spazieren ging, dann habe ich sie manchmal getroffen. Dann haben wir geredet miteinander», erzählt Christina Egli, die die getötete Ehefrau kannte, dem Regionalsender Tele M1. Die Frau sei keine Frohnatur gewesen, meint Egli sinngemäss. 

Auch Ammann Bruno Winkler ist nachdenklich gestimmt: «Es rechnet niemand mit so etwas. Darum ist der Schock auch grösser, wenn man so etwas vernimmt.»

Und gegenüber 20min.ch sagt er: «Die ganze Gemeinde ist berührt ob dem Vorfall.» Und weiter: «Wenn man selbst eine Familie und Kinder hat, kann man sich das nicht vorstellen.» 

Doppelmord von Sarmenstorf

Doppelmord von Sarmenstorf

Der mutmassliche Täter A.S. wohnte mit seiner Frau in Dottikon. Nachbarin Beatrice Boss hat bei ihm schon länger ein ungutes Gefühl gehabt. «Er ist ein wenig aggressiv gewesen. Also wenn es ihm nicht gepasst hat, dann ist er schon laut geworden.» (pz)