Bremgarten
Ein Bremgarter auf den Spuren von Beni Thurnheer

Martin Bachmann ist Kandidat in der Casting-Sendung des Schweizer Sportfernsehens «Einer wie Beni». Die Leidenschaft für die Sprache war ein wichtiger Grund, weshalb er sich gemeldet hat.

Markus Christen
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Die Leidenschaft für die Sprache war ein wichtiger Grund, weshalb sich Martin Bachmann (33) vor mehreren Monaten auf einen Aufruf des Schweizer Sportfernsehens (SSF) gemeldet hat. Der in Bremgarten West wohnende Familienvater und Zimmermann Martin Bachmann schreibt Songtexte für seine Band Keesel. Ausserdem hat er angenehme Schul-Erinnerungen an grosse Gedichte wie Schillers «Bürgschaft» oder Goethes «Zauberlehrling». Der Klang der Sprache und der Worte haben ihn begeistert, sagt Bachmann.

Kultfigur in der Jury

Seit gestern Abend sucht das Schweizer Sportfernsehen (SSF) in der Casting-Sendung «Einer wie Beni» einen neuen Sportkommentator. In der Jury sitzen Claudia Lässer, die SSF-Programmleiterin, und eben auch Beni Thurnheer, die Kultfigur unter den Schweizer Sport- und Showmoderatoren. Einer, der weiss, wie der Kommentatorenjob funktioniert, und auch weiss, wer besser die Finger davon lassen sollte.

Martin Bachmann hat einen guten Eindruck hinterlassen. Er konnte sich in den Vorausscheidungen in Basel und Zürich gegen rund 1500 Mitstreiter durchsetzen. Jetzt ist er einer von 11 übrig gebliebenen Kandidaten, die sich an den kommenden Sonntagen jeweils um 20 Uhr zu behaupten versuchen.

Bachmann hat selbstverständlich nicht nur ein Flair für die Sprache, er ist auch ein grosser Sportfan. Dies sowohl aktiv wie auch passiv, als Sofasportler vor dem Fernsehgerät. «Ich begann mit Handball und spiele heute noch oft Fussball, Badminton, Eishockey oder Tischtennis. Vor dem Fernsehgerät wettere ich gelegentlich über den Kommentator.»

Wie ein Eishockeygoalie

Inzwischen, sagt er, sei ihm aber klar geworden, dass man als Zuschauer kaum einschätzen könne, wie anspruchsvoll die Aufgabe als Sportkommentator sei. Er vergleicht sie mit den Geschicken eines Eishockeytorhüters. «80 Prozent sind reiner Reflex. Bei mir geht das beim Kommentieren auch so. Vieles kommt aus dem Bauch. Ich denke, ich habe eine rasche Auffassungsgabe, was hilfreich sein sollte.» Gross sei die Gefahr, dass man dem Drang nachgebe, zu viel zu reden. Aber das Bild gewinne immer gegen den Ton.

Wie steht es um Bachmanns Ambitionen? «Selbstverständlich will ich nicht schon in der nächsten Runde rausfliegen. Wie weit ich komme, wird sich zeigen.» Martin Bachmann ist heut Abend Gast in der Sendung «Talk täglich» auf Tele Züri.

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