Dottikon
Das Wehr in der Tieffurt kommt weg und die Verwaltung stockt personell auf: Was im Dorf alles geplant ist

Er gehört zur Tradition in Dottikon: Der Politapéro, bei dem der Gemeinderat die Bevölkerung über die anstehenden Geschäfte informiert. Vergangene Woche standen die Tieffurtbrücke und Pensenaufstockungen auf der Verwaltung im Zentrum des Informationsanlasses.

Nathalie Wolgensinger
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Das Wehr beim Dottiker Weiler Tieffurt muss der Revitalisierung der Bünz weichen.

Das Wehr beim Dottiker Weiler Tieffurt muss der Revitalisierung der Bünz weichen.

Nathalie Wolgensinger

Eines dürfte unbestritten sein: Die Tieffurtbrücke ist marode und sollte dringend saniert werden. Die weit über 100 Jahre alte Brücke muss nicht nur ersetzt, sondern auch von heute 11 auf neu 16 Meter verlängert werden, darüber informierte der Dottiker Gemeinderat anlässlich des Apéros für die Bevölkerung.

Diese Arbeiten werden im Rahmen der Revitalisierung der Bünz gemacht. Nebst der Frage, ob es eine Stahlfachwerk- oder Betonrahmentragwerk-Brücke sein soll, beschäftigt auch das dortige Fahrverbot die Dottikerinnen und Dottiker.

Denn der Gemeinderat möchte die Tieffurtstrasse mit einem Fahrverbot belegen und damit dem Schleichverkehr durch den Weiler einen Riegel schieben. Die Abkürzung können Velofahrende aber weiterhin befahren. Über die Sanierung der Brücke wird die Gemeindeversammlung vom 18. November befinden. Laurenz Meier, der zuständige Gemeinderat, informierte zudem, dass das Wehr bei der Tieffurtmühle mit der Revitalisierung der Bünz zurückgebaut wird.

Lärmende Jugendliche störten die Anwohnenden

Dank erfreulicher Steuereinnahmen prognostiziert man in Dottikon für das kommende Jahr eine schwarze Null. Das Budget wird an der Gemeindeversammlung im Detail vorgestellt. Ein Teilnehmer des Apéros wollte wissen, ob Pläne bestehen, den Veloweg, der von Hägglingen her bis zur Sternenkreuzung führt, zu verlängern. Aufgrund der engen Platzverhältnisse sei der Ausbau der Kreuzung nur schwer zu realisieren, so der Gemeinderat.

Auf der Gemeindeverwaltung hat sich hingegen einiges geändert. Der Sozialdienst wird neu von zwei fallführenden Personen geführt. Von dieser Lösung verspricht sich der Gemeinderat deutlich mehr Effizienz. Bisher arbeiteten in der Abteilung eine Stellenleiterin und eine Sekretariatsmitarbeitende.

Erste Erfolge bei der Sozialhilfe

Für die Bauverwaltung wird an der Wintergemeindeversammlung eine zusätzliche Stelle eines Betriebsleiters für den technischen Dienst beantragt. Damit wird der Bauverwalter in seinem Aufgabengebiet entlastet und seine Stellvertretung sichergestellt. Menschen, die von Sozialhilfe abhängig sind, versucht man nun auch in Dottikon wieder an den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Diese Arbeit übernimmt ein neuer Dienstleister.

Mit seiner Arbeit sei man sehr zufrieden, es sei bereits gelungen, eine sozialhilfebeziehende Person in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern, so der Gemeinderat. Ebenfalls neu eingestellt wurde eine Betreuungsperson für die Flüchtenden aus der Ukraine.

Für Diskussionen bei den rund 25 Teilnehmenden sorgten Jugendliche, die sich während der warmen Sommermonate bis spätabends auf öffentlichen Plätzen aufhielten. Der Gemeinderat hat eigens dazu einen Sicherheitsdienst engagiert, der regelmässig vor Ort ist.