Wohlen
Die Lebenswege führen in viele Richtungen

Die Zensurfeier der Bezirksschule Wohlen stand unter dem Motto «Crossroads – Kreuzungen». Die Absolventen haben ganz unterschiedliche Zukunftspläne. 46 Schülerinnen und Schüler werden die Kantonsschule besuchen.

Dominique Bitschnau
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Zensurfeier
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Absolventen des Abschlussjahrgangs 2013 feierten im Casino ihre bestandene Zensur.
Absolventen des Abschlussjahrgangs 2013 feierten im Casino ihre bestandene Zensur.
Absolventen des Abschlussjahrgangs 2013 feierten im Casino ihre bestandene Zensur.

Zensurfeier

Dominique Bitschnau

114 Schülerinnen und Schüler sind dank viel Arbeit an einer Kreuzung in ihrem jungen Leben angekommen. Sie stehen vor einer Weggabelung und müssen einem Wegweiser für ihr zukünftiges Leben folgen.

«Die besten Wegweiser sind die Lehrer, die Familie und Freunde», sagte der Gastredner Hans Melliger. Er ist Jugendanwalt und hilft jungen Erwachsenen, die den falschen Weg eingeschlagen haben. Dies soll den diesjährigen Absolventen aber nicht passieren.

«Es ist wichtig, eine Sackgasse zu erkennen und sich zu trauen, umzukehren», so Melliger. Man solle jedoch immer streben und teilweise auch die Richtung des Weges ändern. Er selbst ist ein ehemaliger Bezirksschüler und musste auch viele verschiedene Wege ausprobieren.

Hans Melliger beendete seine lustige und einfühlsame Rede mit einem alten Richterspruch: «Im Zweifelsfall: einfach richtig entscheiden.»

Die Absolventen haben ganz unterschiedliche Zukunftspläne. 46 Schülerinnen und Schüler werden die Kantonsschule besuchen. Für eine Fach- oder Wirtschaftsmittelschule haben sich 9 entschieden.

Der Rest wird, ausser den 8, die nicht bestanden haben, eine Lehre mit oder ohne Berufsmatura absolvieren. Am besten abgeschlossen hat Sébastian Garmier aus der Klasse 4a mit einem Notenschnitt von 5,7.

Mit einer 5,5 folgen ihm Joëlle Becklas und Reto Huwiler. Hervorragend ist zudem, dass mehr als die Hälfte der Schüler mit einem Schnitt von mindestens 4,7 abgeschlossen haben. Damit stehen ihnen alle Türen offen.

«Wie immer waren unsere Schülerinnen und Schüler sehr erfolgreich», meinte Schulleiter Rolf Wernli stolz. Die Rose und das Zeugnis, welches die Jugendlichen von ihrem Klassenlehrer erhielten, haben sie sich nach vier erlebnisreichen, anstrengenden und spannenden Jahren redlich verdient.

«Der wichtigste Erfolgsfaktor einer Unternehmung sind die Mitarbeiter. Ich bin sehr stolz auf mein Kollegium, das einen professionellen Job macht», verkündete Schulleiter Rolf Wernli. Die Lehrer seien den Schülern immer gute Wegweiser gewesen.

Für einen Lehrer endete diese Funktion an diesem Abend. Bruno Lüthy wurde nach 36 Dienstjahren an der Bezirksschule Wohlen wehmütig in den Ruhestand entlassen. «Im Zentrum unserer Arbeit stehen die Kinder», sagte Wernli, «Bruno Lüthy hat unsere Schulphilosophie immer hochprofessionell erfüllt.»

Dass er jung und fit geblieben ist, demonstrierte dieser mit einem Handstand auf der Bühne. Belohnt wurde er mit viel Applaus vom Publikum und von seiner Klasse, die ihn dazu angestiftet hat. Teilpensioniert wurde der Sportlehrer Tomi Schmid, der schon seit 1974 unterrichtet. Er wird aber ein Pensum an der Primarschule behalten.