Muri
Das Jugendhaus Muri13 spielt den Jugendlichen den Ball zu

Mit einem Ping-Pong-Turnier sollten die Jugendlichen in Muri einerseits mit dem Jugendhaus vertraut gemacht werden. Andererseits will man eine intensivere Vernetzung des Jugendhauses im Dorf erreichen

Céline Arnold
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Die Jugendarbeiter Mischa Rosenberger und Tanja Hufschmid sowie der Zivildienstleistende Luca Baldelli (von links) sind die Gesichter hinter dem Jugendhaus Muri13. céline arnold

Die Jugendarbeiter Mischa Rosenberger und Tanja Hufschmid sowie der Zivildienstleistende Luca Baldelli (von links) sind die Gesichter hinter dem Jugendhaus Muri13. céline arnold

Ein Tischtennisturnier im Jugendhaus Muri13 – eine simple Idee, mit der die Jugendarbeiter Mischa Rosenberger und Tanja Hufschmid gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – oder eben mit einem Ping-Pong-Schläger. Denn das Jugendhaus im Klosterdorf scheint noch zu wenig bekannt zu sein, obwohl es den Jugendlichen verschiedenste Angebote und Platz bietet, um unter sich zu sein. «Manche trauen sich eben nicht, einfach so vorbeizuschauen», weiss Rosenberger.

Jugendpolizei musste absagen

Mit dem Turnier sollten die Jugendlichen nun einerseits mit dem Jugendhaus vertraut gemacht werden. Andererseits sollte eine intensivere Vernetzung des Jugendhauses im Dorf erreicht werden. So wurden am Wochenende neben den Jugendlichen, den Jugendarbeitern und dem Zivildienstleistenden Luca Baldelli, der den Abend mitorganisiert hat, auch die Schulsozialarbeiter, der Murianer Vizeammann sowie die Jugendpolizei zum spannenden Showdown eingeladen.

Leider sagten die Jugendpolizisten Ivo Gisler und Simone Sidler ihre Teilnahme kurzfristig ab. «Bisher hat sich noch nicht oft die Gelegenheit zur Zusammenarbeit ergeben. Wir planen aber, das nächste Mal dabei zu sein», so Sidler. Und auch der Besuch des Murianer Vizeammanns und Präsidenten der Jugendkommission, Hampi Budmiger, blieb aus.

Über zwei Dutzend Jugendliche

Dafür nahm Schulsozialarbeiter Martin Schneider selbst den Ping-pong-Schläger in die Hand. Er unterstützt die Jugendarbeiter gerne: «Momentan geht es mit der Jugendarbeit in Muri bergauf. Eine Kontaktperson in der Schule ist da von Vorteil.»

Ein Erfolg war das Turnier trotz Absagen allemal. Über zwei Dutzend Kinder und Jugendliche nahmen daran teil, spielten Billard oder plauderten und brachten so Leben in den grossen Jugendraum. Mit dem Turnier und der anschliessenden Disco konnte die neue Einrichtung gleich gebührend eingeweiht werden.

Vorgängig haben Hufschmid und Rosenberger den Oberstufenklassen einen Besuch abgestattet und alle Schüler zum Turnier eingeladen. Werbung auf dem Pausenplatz gehört zur Jahresplanung – ganz nach dem Motto «Kontakte knüpfen und Beziehungen pflegen».

Erfreuliche Zusammenarbeit

Insgesamt verlaufe die Jugendarbeit zufriedenstellend. «Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Muri und der Jugendkommission ist sehr gut», freut sich Rosenberger. Seit der Wohler Verein für Jugend und Freizeit im Oktober vergangenen Jahres die Trägerschaft für das Muri13 übernommen hat, können die Jugendarbeiter auf regelmässige Weiterbildungen und ein professionelles Team zurückgreifen. «Die Leute sollen merken, dass hinter dem Muri13 Fachpersonen stehen», so Rosenberger.

Nachdem im letzten Jahr vor allem administrative Aufgaben erledigt werden mussten, haben er und Hufschmid nun einige Veranstaltungsideen in petto. «Wichtig ist, Präsenz zu zeigen», meint Hufschmid. Für die Neugestaltung der Terrasse im Sommer etwa hoffen die Jugendarbeiter auf die tatkräftige Unterstützung der Schüler. Ausserdem wird ein Projekt an der Gewerbeausstellung im Herbst ins Auge gefasst.

Die Öffnungszeiten von Muri13 sind mittwochs 14 bis 18 Uhr und freitags 18 bis 22 Uhr.

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