Bremgarten
Stadtratswahl: GLP verzichtet mit Schmid auf den zweiten Wahlgang

Die Entscheidung um die Nachfolge von Monika Briner im Bremgarter Stadtrat fällt erst am 13. Juni im zweiten Wahlgang. Nicht mehr antreten wird GLP-Kandidat Sandro Schmid, der das drittbeste Resultat im ersten Wahlgang verzeichnete.

Marc Ribolla
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Sandro Schmid (GLP) erreichte am Sonntag 311 Stimmen.

Sandro Schmid (GLP) erreichte am Sonntag 311 Stimmen.

zvg

Mit einem überraschend hohen Anteil von 1168 Stimmen schwang Claudia Bamert (Läbigs Bremgarte) am Sonntag bei der Stadtratsersatzwahl für Monika Briner (parteilos) im ersten Wahlgang obenaus. Bloss 45 Stimmen fehlten ihr für den direkten Einzug. Nun muss am 13. Juni ein zweiter Wahlgang die Entscheidung bringen.

Es stellt sich für die anderen Kandidaten, die deutlich weniger Stimmen machten, die Frage: Trete ich nochmals an? Für einen ist der Entscheid bereits am Tag danach gefallen. Sandro Schmid (311 Stimmen, GLP) wird nicht mehr kandidieren.

«Die Grünliberalen anerkennen das grossartige Resultat von Claudia Bamert. Es steht auch im Zeichen, dass sich die Bremgarterinnen und Bremgarter mindestens zwei Frauen im Stadtrat wünschen. Die Erwartung an Claudia Bamert sind in diesem Sinne gerade bei der Umsetzung der neuen Führungsstrukturen, mehr IT im Schulraum und der Ressourcen gesteuerten Schule hoch», schreibt die GLP in einer Mitteilung.

GLP tritt im Herbst voraussichtlich wieder an

Die Grünliberalen hätten mit der Kandidatur von Schmid nicht die Frauenquote in Frage stellen wollen, sondern auf die jüngere Generation gesetzt. Die GLP meint weiter:

«Angesichts der klaren Ausgangslage zu Gunsten der angetretenen Frau, erscheint es uns als Zwängerei, wenn wir nun einen guten und valablen Kandidaten ins Rennen schicken und unnötigerweise verheizen würden.»

Man werde voraussichtlich im Herbst zu den Gesamterneuerungswahlen wieder antreten. Das drittbeste Wahlresultat zeige, dass die GLP fähig sei, «trotz der hiesigen Frauenfrage ein anständiges Resultat zu erzielen und bekannte Persönlichkeiten zu überholen».

Bei den restlichen drei Mitbewerbern ist der Entscheid zur Teilnahme am zweiten Wahlgang noch hängig. Sowohl Stefan Hausherr (parteilos, 422 Stimmen) als auch Norbert Joller (parteilos, 295 Stimmen) und Cyril Lilienfeld (FDP, 187 Stimmen) möchten zuerst Gespräche führen und lassen es noch offen. Die offizielle Anmeldefrist zur Teilnahme läuft noch bis 17. März.