Beinwil

Brand bei Bauernhof: «Ich hoffte inständig, dass es die Feuerwehr rechtzeitig schafft»

Der Scheunenbrand am Sonntagabend in Beinwil wurde mutmasslich beim Betanken eines Mofas ausgelöst. Die 60 Kühe des Bio-Betriebes konnten bei benachbarten Landwirten untergebracht werden.

Landwirt Heinz Furrer kann sich auch am Tag danach nicht erklären, wie es am Sonntagabend zum Brand auf dem Panoramahof in Beinwil kam. Sein 16-jähriger Sohn habe in der Werkstatt, die im Milchhaus untergerbacht ist, ein Mofa betankt. «Er hat das schon unzählige Male zuvor gemacht. Er weiss genau, was es dabei zu beachten gilt», sagt er. Dieses Mal aber musste etwas schiefgelaufen sein. Das Benzin entzündete sich und es kam zum verheerenden Brand.

«Ich war im Wohnhaus, als ich die Schreie meines Sohnes hörte», erzählt der Bio-Landwirt. Dem ehemaligen Feuerwehrmann reichte ein Blick, um das Ausmass des Brandes abzuschätzen. «Ich hoffte inständig, dass es die Feuerwehr rechtzeitig schafft und damit das Übergreifen auf den Stall verhindert», erzählt er. Der abgelegene Hof verfügt über einen Löschposten.

Die sechsköpfige Familie versuchte mit diesen Hilfsmitteln den Brand in Schach zu halten bis die Stützpunktfeuerwehr Muri und die Feuerwehren von Beinwil und Auw im Dorfteil Hinter-Grüth eintrafen. Das Übergreifen des Feuers auf den Stall, in dem die Familie 60 Milchkühe hält, konnten die Feuerwehrleute verhindern. Das Milchhaus aber brannte komplett nieder. Und damit auch sämtliche technische Einrichtungen, das Büro und die Werkstatt. «Der Stall ist zwar noch intakt, wir haben aber weder Strom noch Wasser», schildert Furrer die Lage am Montagmorgen.

Bauernhofbrand in Beinwil: 16-Jähriger verletzt, 60 Kühe bleiben verschont

16-Jähriger verletzt, 60 Kühe bleiben verschont: Der Beitrag von Tele M1.

  

Befreundete Landwirte holten Kühe ab

Innerhalb kurzer Zeit musste die Familie eine Lösung finden für die 60 Kühe. Denn ohne Strom können die Tiere nicht gemolken werden. «Wir haben eine unglaubliche Solidarität erlebt», lobt Furrer das Verhalten seiner Nachbarn. Noch in der Nacht fuhren vier befreundete Landwirte mit ihren Viehanhängern vor und transportierten die Kühe auf ihre Höfe. Es sei für ihn und seine Familie eine grosse Erleichterung, dass die Tiere gut untergebracht seien und dies erst noch in unmittelbarer Umgebung des Hofes.

Auch sämtliche Maschinen konnte die Familie vor dem Feuer in Sicherheit bringen. Nun aber treibt sie die Sorge um den 16-Jährigen um. Er wurde mit Brandverletzungen ins Spital gebracht. «Meine Frau machte sich am späteren Morgen auf den Weg ins Unispital, ich weiss noch nicht wie gravierend die Verletzungen sind und wie es ihm geht», so der besorgte Vater.

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