Aargauer des Jahres

Claire Hoerdt ist Aargauerin des Jahres 2011

Claire Hoerdt, Aargauerin des Jahres, im Video-Interview

Claire Hoerdt, Aargauerin des Jahres, im Video-Interview

Claire Hoerdt aus Othmarsingen wurde am Samstagabend in Wettingen zur Aargauerin des Jahres gekürt. Die 63-Jährige setzte sich beim NAB-Award gegen die Hebamme Erika Hunziker und die Recycling-Unternehmerin Karin Bertschi durch.

«Ich bin unglaublich stolz», sagt Hoerdt zu ihrer Wahl. Als Ersatzmami war ich stets in der zweiten Reihe, heute darf ich mal in der ersten Reihe stehen.»

Zur Aargauerin des Jahres gekürt wurde Hoerdt von den 1200 Gästen, die an der grossen NAB-Award-Gala teilnehmen. Diese entschieden sich mit grossem Mehr, nämlich mit 81 Prozent, für Hoerdt.

Eine Sternschnuppe als Trophäe

Hoerdt bekam den Preis, eine Trophäe des aus Wettingen stammenden Künstlers Anton Egloff, für ihre langjährigen Einsatz für Kinder und Jugendliche.

Durch das Haus von Claire Hoerdt in Othmarsingen gingen in den letzten drei Jahrzehnten über 100 Kinder und Jugendliche. Meist stammten die Kinder und Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen. Bei Hoerdt fanden sie Geborgenheit und Struktur. Hoerdt wird nun in den Ruhestand gehen. Sie macht das mit einem wohlverdienten Preis. Einem Preis mit Symbolcharakter: Die letzte von ihr betreute Jugendliche hiess Stella, als Preis erhielt sie eine Sternschnuppe.

Eine Persönlichkeit des Alltags

«Wir wollten eine Persönlichkeit auszeichnen, die durch eine aussergewöhnliche Leistung aufgefallen ist», begründete Peter Bühlmann, CEO der Neuen Aargauer Bank (NAB), die Lancierung des Preises. Das ist den Initianten mit der Wahl von Hoerdt wohl auch gelungen.

Fast 10000 Aargauer und Aargauerin hatten über eine Internet-Abstimmung die drei Finalistinnen aus neun Kandidaten und Kandidatinnen bestimmt. Auf der Strecke blieben dabei alle sechs Männer. Die Gala wurde so zur Damenwahl.

Was der Mann der Aargauerin der Jahres zum Preis sagt

Was John Hoerdt, der Mann der Aargauerin des Jahres, zum Preis sagt

Wollte sieben Kinder

Hoerdt ist eigentlich eher per Zufall zur Erzieherin des Aargaus geworden. Sie wollte 7 Buben und ein Mädchen. Doch das Ehepaar Hoerdt bekam nur einen Sohn und eine Tochter. Deshalb begann Claire Hoerdt, Kinder von anderen Eltern aufzunehmen. Ihr Mann John unterstützte sie dabei.

Hoerdt hat auch klare geschlechtsspezifische Präferenzen: «Buben sind praktischer», sagt Hoerdt und meint damit, dass es bei Buben «in einem gewissen Alter keinen Zickenalarm» gibt.

Preise an Institutionen

Die Kulturstiftung der NAB prämierte am Samstagabend auch drei Institutionen für ihr Engagement in den Bereichen Kultur, Sport und Soziales. Der Verein Eisen und Bergwerke erhält eine Unterstützung für eine Ausstellung in Herznach.

Der zweite Check über 17400 Franken ging an die Stiftung Pegasus, die an den Standorten Aarau, Baden und Wohlen geschützte Werkstätten für Menschen mit einer psychischen Behinderung anbietet. Im Bereich Sport wurde Plussport Behindertensport aus Zofingen ausgezeichnet. Der Verein ermöglicht es Behinderten dank vielen Helfern, Spiele und Wettkämpfe in verschiedenen Sportarten auszuüben. (rsn)

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