Umiken
Mitglieder für Kirchenpflege gesucht: Präsident äussert sich zur Zusammenarbeit mit anderen Kirchgemeinden

Die reformierte Kirchgemeinde Umiken sucht dringend neue Kirchenpfleger. Zudem stellt sich die Frage, ob eine Fusion ein Ausweg wäre – etwa mit der reformierten Kirchengemeinde Brugg.

Claudia Meier
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Die Kirche und das Pfarrhaus rechts davon bilden das Zentrum der reformierten Kirchgemeinde in Umiken.

Die Kirche und das Pfarrhaus rechts davon bilden das Zentrum der reformierten Kirchgemeinde in Umiken.

zvg/René Schneider

Nach den Gesamterneuerungswahlen von Ende September steht die reformierte Kirchgemeinde Umiken, zu der auch die Dörfer Riniken und Villnachern gehören, vor neuen Herausforderungen. In einer ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung im Januar sollen mindestens zwei neue Mitglieder in die Kirchenpflege gewählt werden. Ansonsten droht der Kirchgemeinde ein Kuratorium. Kirchenpflegepräsident Karl Vischer wird sein Amt bereits Ende Jahr ablegen.

Während die Einwohnergemeinden Brugg und Villnachern einen Fusionsvertrag ausarbeiten werden, vorausgesetzt die Villnacherer sagen wie der Brugger Einwohnerrat vor einer Woche Ja zum Projektierungskredit, könnte eine Fusion auch für die beiden reformierten Kirchgemeinden Umiken und Brugg eine Option darstellen.

Auf die Frage, ob es schon Überlegungen für ein Zusammenspannen gegeben habe, antwortet Präsident Karl Vischer:

«In der Vergangenheit und der Gegenwart gab und gibt es in verschiedenen Bereichen und Events Zusammenarbeiten und Kooperationen mit verschiedenen Nachbarn. Wir pflegen einen engen Austausch mit den Katholiken, die mit uns das Zentrum Lee in Riniken nutzen.»

Zudem würden Veranstaltungen mit den angrenzenden reformierten Kirchgemeinden zusammen angeboten, um die Ressourcen möglichst gut einzusetzen und erkannte Synergien zu nutzen.

Es braucht mindestens vier ehrenamtliche Kirchenpfleger

Weiter sind die Kirchenpflegepräsidentinnen und Kirchenpflegepräsidenten im Dekanat in Kontakt und tauschen sich zu kurzfristigen operativen, wie auch zu längerfristigen strategischen Themen aus. Karl Vischer fügt an:

«Da meine Amtszeit Ende des Jahres enden wird, kann ich nicht sagen, wie oder in welchen Bahnen die Geschicke der Kirchgemeinde Umiken zukünftig verlaufen werden.»

Ob es zu weiteren Kooperationen oder gar Fusionen komme, werde die Zukunft weisen und wäre heute nur Spekulation.

Um ein Kuratorium in der kommenden Amtsperiode abwenden zu können, braucht es vier ehrenamtliche Mitglieder und die ordinierte Person in der Kirchenpflege (Vollbestand wäre mit zehn Sitzen). Über eine allfällige Änderung der Anzahl Kirchenpflegesitze müsste die Kirchgemeindeversammlung entscheiden.

Die reformierte Kirchenpflege Brugg nimmt zur Frage nach einer Fusion keine Stellung, teilt Präsidentin Trudy Walter mit.