Take-Away
Hier kann in Brugg trotz Ladenschliessung eingekauft werden

Im Brugger Heimgarten gibt es seit einer Woche ein neues Take-away-Angebot. Kunden können so weiterhin einkaufen und die Institution unterstützen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Katja Gribi
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Im WärchRych in Brugg können Produkte dank der Take-away-Aktion nun bestellt und kontaktlos abgeholt werden.

Im WärchRych in Brugg können Produkte dank der Take-away-Aktion nun bestellt und kontaktlos abgeholt werden.

Bild: zvg

An der Hauptstrasse 48 in der Brugger Altstadt befindet sich die Ladenlokalität des WärchRych. Der kleine Laden und die Werkstatt im hinteren Teil des Ladens gehören zu den Heimgärten Aargau, einer sozialen Institution unter der Trägerschaft der Reformierten Landeskirche Aargau.

Verkauft werden hier diverse handgefertigte Produkte. Hergestellt werden diese von Frauen mit psychosozialer Beeinträchtigung, die im Heimgarten Brugg ein vorübergehendes Zuhause gefunden haben. Finanziert wird die Institution über Pensions- und Kantonsgelder, zusätzliche finanzielle Unterstützung ergibt sich aus Spenden.

Wegen der Pandemie muss der Laden in Brugg geschlossen bleiben. Seit einer Woche besteht nun aber die Möglichkeit, kontaktlos einzukaufen. Erna Widmer, Bereichsleiterin Tagesstruktur der Heimgärten Aargau, erklärt: «Wir erhielten immer wieder Anfragen von Stammkunden, ob nach wie vor die Möglichkeit besteht, bei uns einzukaufen. So haben wir in einer Teamsitzung Ideen gesammelt. Daraus entstand dann der ‹Gschänkli-Take-away›.» Sie sagt:

«Mit dem Take-away-Angebot können wir unsere Kunden trotz Lockdowns erreichen und die Brugger Altstadt ein wenig beleben.»

Das Angebot basiere stark auf Vertrauensbasis, erzählt Widmer. «Beim Interesse an einem Produkt kann man uns telefonisch oder per E-Mail kontaktieren und mitteilen, was man kaufen möchte. Das gewünschte Exemplar wird dann hinterlegt, das Geld kann an gleicher Stelle deponiert werden.»

Durch das Schaufenster erhalten Passanten Einblick in den ganzen Laden.

Durch das Schaufenster erhalten Passanten Einblick in den ganzen Laden.

Bild: zvg

Auf diese Weise kann der kleine Laden auch während der Pandemie unterstützt werden. In Ateliers wie dem WärchRych haben beeinträchtigte Frauen die Möglichkeit, in einem Beschäftigungs- oder geschützten Arbeitsplatz verschiedene Handwerke zu erlernen und auszuüben. Derzeit seien beispielsweise Arbeitsplätze in der Hauswirtschaft des Wohnhauses zu vergeben, fügt Widmer hinzu. «Mit dem Schaufenster erhoffen wir uns, auch Passanten neugierig zu machen, die uns bisher nicht kannten. So machen wir noch mehr Menschen auf unsere Institution aufmerksam und können zugleich die Wünsche unserer bestehenden Kundschaft erfüllen.»