Sport
Ultraläufe werden immer beliebter – das ist auch in Brugg zu spüren

Bis zu 48 Stunden sind Läuferinnen und Läufer ab Freitag, 23. September, im Geissenschachen unterwegs. Was es dafür braucht und wer aus der Politik auch mitrennen wird, erklärt der Initiant des Anlasses Fredi Büchler.

Deborah Bläuer
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In den 48-Stunden-Lauf ist ein Sponsorenlauf zu Gunsten von Pro Infirmis integriert, an diesem können aber auch die Teilnehmenden der 6-, 12- und 24-Stunden-Läufe mitmachen.

In den 48-Stunden-Lauf ist ein Sponsorenlauf zu Gunsten von Pro Infirmis integriert, an diesem können aber auch die Teilnehmenden der 6-, 12- und 24-Stunden-Läufe mitmachen.

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Der seit 2008 jährlich stattfindende Brugger 24-Stunden-Lauf wird heuer mit einigen Änderungen durchgeführt. Zum einen gibt es ein neues Logo und neue T-Shirts, zum anderen findet die Veranstaltung schon diese Woche statt und nicht wie in den vergangenen Jahren im Oktober.

Von Freitagmittag, 23. September, bis Sonntag, 25. September, 12 Uhr, können Alt und Jung im Geissenschachen laufen. Die Sportlerinnen und Sportler sind 6, 12, 24 oder 48 Stunden auf einem Rundkurs von 934 Metern unterwegs.

Fredi Büchler, Initiant des Laufwochenendes.

Fredi Büchler, Initiant des Laufwochenendes.

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Man habe den Anlass in den September verlegt, um ihn mit den wärmeren Temperaturen insbesondere für ältere und jüngere Teilnehmende angenehmer zu gestalten, sagt Initiant Fredi Büchler. Der Nachteil sei allerdings, dass es in diesem Zeitraum mehr Konkurrenzveranstaltungen gebe, wie beispielsweise der Spartathlon in Griechenland.

Nationalrätin und Regierungsrat nehmen ebenfalls teil

Bislang sind rund 150 Anmeldungen eingegangen, zirka 50 davon von Schülerinnen und Schülern. Zwar ist die Online-Anmeldefrist bereits abgelaufen, aber gegen eine Nachmeldegebühr von 20 Franken können sich die Sportlerinnen und Sportler am Laufwochenende direkt vor Ort anmelden. Für die Veranstaltung suchen sich die Läuferinnen und Läufer Sponsoren, die für jede absolvierte Runde einen bestimmten Betrag an Pro Infirmis, die Fachorganisation für Menschen mit Behinderung, spenden.

Auf der Veranstaltungswebsite heisst es:

«Bei dieser speziellen Sportveranstaltung gibt es kein Gegeneinander, nur Miteinander und Füreinander. Mitmachen können alle, ob jung oder alt, Menschen mit einer Behinderung, Spitzensportler und Hobbyläufer.»

Auch SP-Nationalrätin Gabriela Suter und der Regierungsrat Dieter Egli werden am Samstag mit von der Partie sein.

48-Stunden-Lauf ist am beliebtesten

Am beliebtesten sei dieses Jahr der 48-Stunden-Lauf, sagt Fredi Büchler. Das liege daran, vermutet er, dass nicht allzu viele solcher Läufe existierten. Generell sei das Interesse für Ultraläufe in den letzten Jahren massiv gestiegen, so der Brugger, der auch das Engagement der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V. für diese Sportart lobt.

Als Ultralauf wird ein Laufwettbewerb bezeichnet, der länger als ein Marathon, also länger als 42,195 Kilometer, ist. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt, so gibt es Ultraläufe mit Distanzen von weit über 100 Kilometern. Vorteile des Ultralaufs seien, dass sich die Läuferinnen und Läufer die Pausen, Schlafenszeiten und Verpflegung selbst einteilen könnten, sagt Büchler.

Am Laufwochenende wird alle sechs Stunden die Laufrichtung gewechselt.

Am Laufwochenende wird alle sechs Stunden die Laufrichtung gewechselt.

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Ein Ultralauf ist aber nicht für jedermann respektive jedefrau geeignet. Es braucht Überzeugung, Wille und Sinn. Fredi Büchler, der diesen Sport selbst begeistert ausübt, sagt:

«Man muss absolut überzeugt von der Sache sein.»

Wichtig sei zudem, sich nicht zu überanstrengen und dem Körper mit genügend Essen, Trinken und Pausen zu geben, was er benötigt. Es gilt, Motivationskrisen zu überwinden und die Kräfte einzuteilen. Ideal ist ein langsames, aber konstantes Tempo. «Nach dem Lauf ist es für die meisten Leute der letzte gewesen», erklärt Fredi Büchler. «Allerdings nur für etwa zwei Tage.»