Sondierbohrung ist bewilligt

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Effingen Auf der Suche nach einem Standort für ein geologisches Tiefenlager für die radioaktiven Abfälle werden Sondierbohrungen durchgeführt, um genauere Angaben zum Untergrund zu erhalten. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) hat eine weitere Bewilligung erteilt im Standortgebiet Jura Ost, konkret: für die Sondierbohrung Effingen 2. Der Bohrplatz befindet sich neben der SBB-Station Effingen in unmittelbarer Nähe zur leer stehenden Liegenschaft Restaurant Bahnhof.

Mit den Sondierbohrungen untersucht die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) die potenziellen Standortgebiete für Tiefenlager. Gestützt auf die Ergebnisse will die Nagra gegen 2022 bekannt geben, für welche Standortgebiete sie Rahmenbewilligungsgesuche für den Bau ausarbeiten wird: Lager für hochradioaktive Abfälle, Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle oder Kombilager.

Insgesamt 23 Gesuche für Sondierbohrungen hat die Na­gra beim Bundesamt für Energie eingereicht: Je acht in den beiden Standortregionen Jura Ost und Zürich Nordost sowie sieben in der Standortregion Nördlich Lägern. Zu den Gesuchen für die Sondierbohrungen in der Standortregion Jura Ost sind 472 Einsprachen eingegangen. Für jedes Gesuch ist ein eigenes Bewilligungsverfahren erforderlich. Voraussichtlich wird die Nagra aber nicht alle 23 beantragten Sondierbohrungen durchführen.

Seit August 2018 hat das Uvek insgesamt 18 Bewilligungen für Sondierbohrungen erteilt, heisst es in einer Medienmitteilung. Im Standortgebiet Jura Ost sind vier rechtskräftig: Zeihen, Effingen 1, Bözberg 1, Bözberg 2. Für die Bohrungen Riniken 2 und Remigen 1 sind Beschwerden hängig. (mhu)