Rüfenach/Villigen
Wann wird die Kreuzung im Gebiet Steirenni saniert?

Der Kanton will die Verkehrssicherheit verbessern an der Grenze zwischen Rüfenach und Villigen. Ein Auflageprojekt liegt mittlerweile vor.

Michael Hunziker
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Am Montag ist ein Töfffahrer schwer verunfallt: Ein Autofahrer wollte links abbiegen Richtung Remigen und übersah ihn.

Am Montag ist ein Töfffahrer schwer verunfallt: Ein Autofahrer wollte links abbiegen Richtung Remigen und übersah ihn.

Kapo Aargau

Brenzlige Situationen treten immer wieder auf im Gebiet Steirenni an der Grenze zwischen Rüfenach und Villigen. Auch zu Unfällen kommt es dann und wann. Schwer verletzt worden ist am Montag ein Töfffahrer. Ein Autofahrer, der nach links Richtung Remigen abbiegen wollte, übersah den 19-Jährigen. Es kam zur heftigen Kollision.

Zum Gesundheitszustand des jungen Mannes konnte die Kantonspolizei am Donnerstag auf Anfrage nichts Neues sagen. Konkrete Angaben lägen keine vor.

Neu nur noch ein Anschluss und eine Lichtsignalanlage

Die Sanierung der Kreuzung ist seit einiger Zeit ein Thema. Zusammen mit den Gemeinde­be­hörden von Rüfenach und Villigen suchte der Kanton nach einer Lösung und nahm die Planung an die Hand. Zuerst sei das Vorprojekt erarbeitet worden, mittlerweile liege das Auflageprojekt für die Neuanordnung des Kreuzungsbereichs vor, sagt Simone Britschgi, stellvertretende Leiterin Kommunikation beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt.

Vorgesehen ist, im Gebiet Steirenni die beiden heutigen Anschlüsse Richtung Villigerfeld auf einen Anschluss zu reduzieren und eine Lichtsignalanlage zu installieren. Die kantonale Radroute wird neu, so die Absicht, auf einem separaten Radweg geführt. Im 2022 soll die Kreditgenehmigung für das Projekt erfolgen. «Ein Baubeginn ab 2025 ist realistisch», sagt Simone Britschgi.

Durch den Umbau, fügt sie an, soll die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden massiv erhöht und der Verkehrsablauf verbessert werden. Durch das Zusammenlegen der beiden heutigen Anschlüsse sowie die Regelung mittels Lichtsignalanlage werde die Kreuzung übersichtlicher, das Ein- und Abbiegen werde erleichtert. Mit der Erweiterung der Busspur in Richtung Brugg im Rahmen des Verkehrsmanagements Brugg Regio werde überdies der öffentliche Verkehr gefördert. Eine Herausforderung werde die Realisierung des Vorhabens unter Verkehr, antwortet Simone Britschgi auf die entsprechende Frage.

Kanton spricht nicht von einem Unfallschwerpunkt

Übrigens: Für die Abteilung Tiefbau des kantonalen Departements Bau, Verkehr und Umwelt handelt es sich beim Gebiet Steirenni nicht um einen Unfallschwerpunkt. Von einem solchen werde dann gesprochen, wenn über einen Zeitraum von drei Jahren an einer Stelle im Strassennetz mehr Unfälle verzeichnet werden, als statistisch zu erwarten wären, erklärt Sarah Weber, Fachspezialistin Verkehrssicherheit. Berücksichtigt würden Unfälle mit schwerem Personenschaden sowie Unfälle mit leichtem Personenschaden, wobei erstere mehr gewichtet würden. Die Berechnung sei normiert und in der ganzen Schweiz identisch.

An den beiden Kreuzungen im Gebiet Steirenni hätten sich im Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2020 hauptsächlich Unfälle mit Sachschäden ereignet, führt Sarah Weber weiter aus. Ein Unfallschwerpunkt wäre dann klassifiziert, wenn zum Beispiel fünf Unfälle mit leichtem Personenschaden oder aber drei Unfälle mit schwerem Personenschaden im Zeitraum von drei Jahren zu verzeichnen wären.

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