Stilli
Leinen los für Umbau des Restaurants «Schifflände» mit grosszügiger Terrasse über der Aare

Die Riviera Stilli AG legt das Baugesuch auf für den Umbau des Restaurants sowie den Ersatz des «Haus am Fahr».

Michael Hunziker
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Die «Schifflände» direkt am Aareufer soll umgebaut werden. Noch gesucht ist ein kompetenter und motivierter Gastgeber für das Restaurant. mhu

Die «Schifflände» direkt am Aareufer soll umgebaut werden. Noch gesucht ist ein kompetenter und motivierter Gastgeber für das Restaurant. mhu

Michael Hunziker

Viel Wasser ist die Aare hinuntergeflossen: Um die Pläne für die Wiedereröffnung der «Schifflände» in Stilli ist es ruhig geworden. Bis jetzt: Denn die Riviera Stilli AG, die Eigentümerin des Ensembles direkt am Fluss, legt nun das Baugesuch auf für den Umbau des Restaurants sowie den Ersatz des benachbarten «Haus am Fahr».

Verwaltungsratspräsidentin Theres Oesch ist die Freude anzuhören darüber, dass es einen Schritt weitergeht. Auch wenn Geduld gefragt und einige Hürden zu überspringen seien: «Wir sind nach wie vor überzeugt und begeistert von diesem Vorhaben», stellt sie fest. «Wir freuen uns, dass wir die definitive Baueingabe machen können, und sind sehr gespannt, ob wir das Glück haben werden, einen geeigneten Betreiber zu finden.»

Gesucht sei für das Restaurant ein genauso engagierter und innovativer wie kompetenter Gastgeber, der die Bevölkerung aus der ganzen Region ansprechen könne, sagt die Verwaltungsratspräsidentin. Es brauche ein attraktives Konzept sowie ein gastronomisches Angebot, das sich von der Masse abhebe. Ideale Voraussetzungen seien in der «Schifflände» vorhanden, ist sich Theres Oesch sicher. Als Stichworte nennt sie den gemütlichen Pavillon oder die grosszügige Terrasse über der Aare mit der einmaligen Aussicht. Auch Parkplätze gleich vor der Haustüre seien genügend vorhanden. Kurz: Das Ziel sei es, ein gemütliches, modernes und schönes Restaurant mit Bezug zur einmaligen Umgebung zu schaffen, fasst Theres Oesch zusammen. «Wir sind mit Interessierten im Gespräch. Jedoch wurde noch keine definitive Absprache getroffen.»

Im Idealfall alles auf einmal

Für detaillierte Angaben zum Zeitrahmen des Bauvorhabens ist es laut der Riviera Stilli AG zu früh. Voraussichtlich wird in einer ersten Etappe das «Haus am Fahr» abgebrochen. Erstellt wird am gleichen Standort in der Folge ein neues Gebäude mit zwei Wohnungen.

Sobald ein Vertrag mit einem Restaurantbetreiber abgeschlossen ist, kann in einem nächsten Schritt der Umbau der «Schifflände» mit dem Pavillon an die Hand genommen werden. Zu guter Letzt gilt das Augenmerk der Umgebung mit den Parkplätzen. Im Idealfall, fügt Theres Oesch an, werde schon vor Baubeginn ein Gastgeber gefunden und es könnten alle drei Etappen gemeinsam umgesetzt werden.

Vorentscheid fiel positiv aus

Die «Schifflände» in Stilli war einst weit über die Region hinaus bekannt – einerseits wegen der Kochkünste der Wirte sowie andererseits wegen der Lage am alten Standort der Aarefähre. Der frühere Besitzer verkaufte die Liegenschaft aus gesundheitlichen Gründen. Ursprünglich wollte ein Interessent das Ensemble abbrechen und Eigentumswohnungen erstellen. 2010 erwarb die damals neu gegründete Firma Riviera Stilli AG die Liegenschaft. Im Herbst 2013 lag das Gesuch um einen verbindlichen Vorentscheid auf. Geklärt wurden unter anderem die Fragen, ob die Räumlichkeiten ausserhalb der Bauzone angepasst werden können und ob der Pavillon mit dem alten Restaurant verbunden und mit einem neuen Dach versehen werden kann. Dieser Vorentscheid fiel positiv aus. Allerdings stellten sich die Auflagen als umfangreich heraus.

Danach analysierten zwölf Studenten der Berner Fachhochschule für Architektur, Holz und Bau im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit die Situation Schifflände und präsentierten Vorschläge – samt Modell. Diese Zusammenarbeit sei sehr fruchtbar gewesen für beide Seiten, sagt Theres Oesch. Aber: «Die meisten Ideen sind nicht umsetzbar, da sie nicht den gesetzlichen Normen entsprechen.»

Ein Baugesuch im Dorfkern und an dieser Flusslage stelle sehr hohe formale Anforderungen, fährt Theres Oesch fort. Die öffentliche Auflage erfolgt bis 23. Mai auf der Gemeindekanzlei in Villigen. «Gerne würden wir unser Projekt unverbindlich weiteren potenziellen Restaurantbetreibern vorstellen», ergänzt die Verwaltungsratspräsidentin. Eine Kontaktaufnahme kann erfolgen per E-Mail: theres.oesch@hispeed.ch.

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