Jura Ost passt Jahresplanung an

Stellungnahme zu Oberflächeninfrastrukturen steht zur Diskussion.

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Regionalkonferenz Die Coronapandemie hat Auswirkungen auf die Regionalkonferenz Jura Ost. Die Sitzungs- und Versammlungstätigkeit hat für einige Zeit weitgehend sistiert, die Jahresplanung entsprechend angepasst werden müssen, heisst es in einer Medienmitteilung.

Die Suche nach einem geeigneten Standort für ein Tiefenlager für radioaktive Abfälle verläuft in drei Etappen. Die aktuelle dritte dauert bis voraussichtlich Ende 2029. Die Regionalkonferenz vertritt die Interessen der Region. Im Verfahren befinden sich neben Jura Ost im Raum Bözberg noch die beiden Regionen Nördlich Lägern und Zürich Nordost, die vertieft auf ihre Eignung als Tiefenlager-Standort untersucht werden. Zu diesen Untersuchungen gehören Sondierbohrungen. Zwei finden derzeit auf dem Bözberg statt.

Aufgefordert ist die Region, sich zur Ausgestaltung möglicher Oberflächeninfrastrukturen zu äussern, die für den Bau und den Betrieb eines Tiefenlagers erstellt werden müssen, wie beispielsweise Lüftungsschächte. Entsprechende Diskussionsvorschläge präsentierte die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) im Mai 2019. Die Beurteilung dieser Vorschläge ist mittlerweile abgeschlossen und erfolgte anhand eines speziell entwickelten Bewertungsinstruments. Eine provisorische regionale Stellungnahme liegt im Entwurf vor. Dieser wird den Jura-Ost-Mitgliedern Anfang November übermittelt. Am 3.Dezember ist vorgesehen, wird die provisorische Stellungnahme zu den vorgeschlagenen Oberflächeninfrastrukturen erstmals im Plenum diskutiert.

Bis Ende Jahr abgeschlossen werden soll weiter die überregionale Diskussion über mögliche externe Brennelemente-Verpackungsanlagen. Im Zentrum steht die Frage, wo die Verpackungsanlage für hochradioaktive Abfälle realisiert werden soll. Einfliessen können diese Ergebnisse in die Stellungnahme zu den Oberflächeninfrastrukturen. Die definitive Stellungnahme, lautet das Ziel, wird dem Bundesamt für Energie im ersten Quartal 2021 eingereicht. Noch in diesem Jahr wird zwischen der Regionalkonferenz und dem Bundesamt für Energie eine Leistungsvereinbarung 2021 abgeschlossen. (mhu)