Brugg
Enge Platzverhältnisse: Jetzt soll die Stadtbibliothek ins Zentrum umziehen

Der Vereinsvorstand beantragt beim Stadtrat die Aufnahme der Bibliothek in den Gestaltungsplan Areal «Alte Post».

Claudia Meier
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Die «Alte Post» (r.) bleibt erhalten. Geplant ist ein dreigeschossiger Anbau.

Die «Alte Post» (r.) bleibt erhalten. Geplant ist ein dreigeschossiger Anbau.

ZVG/Visualisierung

Seit Jahrzehnten muss sich die Stadtbibliothek Brugg mit den viel zu engen Platzverhältnissen im Zimmermannhaus zurechtfinden. In der Vergangenheit wurden daher immer wieder Stimmen laut, die forderten, dass die Stadtbibliothek zentraler liegen und mehr Fläche zur Verfügung haben sollte. Nun scheint es eine konkrete Absicht zu geben, wie sich am Dienstagabend an der 135. Generalversammlung der Stadtbibliothek Brugg zeigte.

Bibliotheksleiterin Cécile Bernasconi sagte, dass der Vorstand noch im Frühjahr 2017 beim Stadtrat Brugg einen Antrag einreichen werde, damit die Stadtbibliothek in den zu erarbeitenden Gestaltungsplan für die Überbauung auf dem Areal der «Alten Post» aufgenommen wird. Erklärtes Ziel ist, die Stadtbibliothek an einem neuen Standort zu erweitern. Benötigt wird eine Fläche von 450 Quadratmetern. Präsidentin Käthi Süess betonte: «Wir sind jetzt daran, ein zeitgemässes Bibliothekskonzept in Begleitung ausgewiesener Fachleute zu erarbeiten.» Mitglieder der Konzeptgruppe sind – neben Leiterin Bernasconi – Stadtrat Leo Geissmann (Ressort Finanzen und Kultur) und Vorstandsmitglied Ruth Fassbind.

Cécile Bernasconi, Leiterin seit September 2016

Cécile Bernasconi, Leiterin seit September 2016

Chris Iseli

Was eine attraktive Stadtbibliothek ausmacht, zeigte Fassbind am Beispiel der neuen Stadtbibliothek Rheinfelden, die im «Salmen» an der Marktgasse eingerichtet wurde und über ein Café sowie 40 Kundenarbeitsplätze verfügt.

Neue Öffnungszeiten

Leiterin Bernasconi hofft, dass noch in diesem Jahr ein Standortentscheid gefällt wird. «Ich freue mich, dass ich die Stadtbibliothek in ein neues Leben führen darf», sagte sie den lediglich neun anwesenden Mitgliedern. An Arbeit mangelte es ihr bisher nicht. Mit den Personalwechseln im vergangenen Jahr galt es, den Betrieb aufrechtzuerhalten und die Abläufe zu vereinfachen. «Die Kunden- und Mediendatenbanken der Stadtbibliothek Brugg waren in einem desolaten Zustand», ergänzte Bernasconi. Hier Ordnung hineinzubringen, habe viel Zeit beansprucht. Sie musste sich in der Not sogar in der Besucherzone eine Ecke freischaufeln, um sich einen persönlichen Arbeitsplatz einzurichten. Das hatte zur Folge, dass sich manchmal Kunden an ihren Platz setzten, wenn sie gerade irgendwoanders in der Bibliothek unterwegs war.

Weil die Konzeptarbeit und das Aufgleisen von neuen Veranstaltungen dringend sind und konzentriertes Arbeiten erfordern, ist der Vorstand zum Schluss gekommen, die Öffnungszeiten ab Mai anzupassen. Künftig wird die Bibliothek am Montag geschlossen und dafür am Dienstag den ganzen Tag offen sein.

Als Ersatz für Sandrine Thalmann wird Madeleine Enge im Mai zum Team stossen und für die Leseförderung zuständig sein. Lesementoring, als neues Angebot, soll noch vor den Sommerferien starten. Kooperationen sollen ausgebaut werden.

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