Brugg
Das Vereinsvermögen soll an die neue Stadtbibliothek gehen

Präsidentin Käthi Süess ist erleichtert, dass die Stadtbibliothek künftig in die Brugger Verwaltung integriert wird. Das letzte Wort hat das Stimmvolk am 26. September bei der Urnenabstimmung.

Claudia Meier
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Der Vorstand des Vereins der Stadtbibliothek Brugg (v. l.): Bettina Zehnder, Bibliotheksleiterin Cécile Bernasconi, Präsidentin Käthi Süess und Stefan Baumann. Es fehlt Vizeammann Leo Geissmann.

Der Vorstand des Vereins der Stadtbibliothek Brugg (v. l.): Bettina Zehnder, Bibliotheksleiterin Cécile Bernasconi, Präsidentin Käthi Süess und Stefan Baumann. Es fehlt Vizeammann Leo Geissmann.

Bild: zvg

Der Vorstand des Vereins der Stadtbibliothek Brugg freute sich an der Generalversammlung während der Sommerferien darüber, «dass nach einem jahrelangen Einsatz für eine zeitgemässe Stadtbibliothek ein gewichtiger Meilenstein erreicht worden ist». Denn eine deutliche Mehrheit des Brugger Einwohnerrats zeigte sich Ende Juni einverstanden mit dem Bezug des temporären Standorts Effingerhof und der Umsetzung des Bibliothekskonzepts. Erst wenn das Stimmvolk am 26. September an der Urne ebenfalls Ja zum Geschäft sagt, ist der Entscheid definitiv.

Der eingeschlagene Weg habe aber auch zur Folge, dass die Tage des Vereins gezählt sind, sagte Präsidentin Käthi Süess. Denn die finanzielle Unabhängigkeit der Bibliothek ist längst nicht mehr gegeben: Drei Viertel des Budgets von rund 240'000 Franken werden durch die Stadt Brugg finanziert.

Finanziell resultierte eine ‹Punktlandung›

Der Verein tritt als Arbeitgeber auf, was an die Kassierin Bettina Zehnder professionelle Anforderungen stellt. «Es ist ihr erneut gelungen, zusammen mit der Bibliotheksleitung finanziell eine ‹Punktlandung› zu absolvieren», schreibt der Vereinsvorstand in einer Mitteilung.

In seinem Entscheid vom Juni habe der Einwohnerrat deshalb konsequenterweise auch die beantragte Überführung der Stadtbibliothek in die städtische Verwaltung gutgeheissen, womit die finanzielle und personelle Verantwortung künftig in derselben Hand liegt. Präsidentin Süess zeigte sich darüber sehr erleichtert, denn die Fähigkeiten zur Führung des KMU «Stadtbibliothek» sei auf freiwilliger Basis wohl kaum mehr zu bekommen. Der Vorstand hat gegenüber der Stadtverwaltung eine Absichtserklärung abgegeben, dass bei einem Ja an der Urne alle materiellen und finanziellen Vermögenswerte des Vereins an die neue Stadtbibliothek übergehen.

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