Gemeindeversammlung

Bözer Stimmbürger sagen Ja zu neuem Kirchweg und Tempo 30

In Bözen haben die Stimmbürger an der Gmeind grünes Licht für die Erstellung des Kirchwegs und die Einführung von Tempo 30 gegeben.

Dorfzentrum mit Kirche und Alterswohnungen

In Bözen haben die Stimmbürger an der Gmeind grünes Licht für die Erstellung des Kirchwegs und die Einführung von Tempo 30 gegeben.

Coronabedingt fanden die Gemeindeversammlungen am Donnerstagabend in der Turnhalle Bözen und nicht wie gewohnt im Gemeindesaal statt. Nach über drei Stunden waren alle Traktanden abgearbeitet und der Gemeinderat hatte neue Aufträge gefasst.

Um den Sicherheitsabstand einzuhalten, standen in der Turnhalle Bözen nur sieben Stühle pro Reihe zur Verfügung. Gemeindeammann Robert Schmid konnt 46 Stimmberechtigte (von total 571) an der Einwohnergemeindeversammlung begrüssen. Der Sitzplatz wurde vom Stimmenzähler zugewiesen. Von den beim Eingang zur Verfügung gestellten Schutzmasken bediente sich niemand.

Den grössten Informations- und Diskussionsbedarf gab es beim Verpflichtungskredit für verkehrstechnische Massnahmen. Der zuständige Gemeinderat Marc Joss erläuterte die Erkenntnisse aus der Mitwirkung und der Verkehrsplanung. Um die Verkehrssicherheit insbesondere auch für die Schulkinder zu verbessern, soll auf den Quartierstrassen flächendeckend Tempo 30 eingeführt werden. Auf der Oberdorfstrasse sei die Temporeduktion allerdings laut Kanton nicht gerechtfertigt und deshalb auch nicht möglich, erklärte Marc Joss.

Änderungsantrag ohne Tempo 30 abgelehnt

Weiter vorgesehen im Strassenraum sind bauliche Massnahmen wie die Pflästerung bei der Einmündung Bühlstrasse in die Poststrasse, im Bereich Kirchweg/Oberdorf sowie die Verbesserung der Fussgängerquerung auf der Hauptstrasse. Ein Änderungsantrag, wonach nur die baulichen Massnahmen der Priorität 1 umgesetzt und auf die Einführung von Tempo 30 verzichtet werden soll, wurde mit 10 Ja- zu 33 Nein-Stimmen abgelehnt. Schliesslich hiess der Souverän den Kreditantrag des Gemeinderats für verkehrstechnische Massnahmen (inklusive Tempo 30) über 137'000 Franken mit 36 Ja- zu 8 Nein-Stimmen gut.

Die anwesenden Stimmberechtigten sagten ausserdem Ja zur Rechnung 2019, zur Weiterführung der Mitgliedschaft Jurapark Aargau (JPA), zur Kreditabrechnung Ausbau Erdgeschoss Alte Mühle, zur Kreditabrechnung bezüglich Abklärung Zusammenschluss BEEH, zum Verpflichtungskredit von 140'760 Franken für den Unterhalt der Wasserversorgung (Pumpwerk Mühlematt) mit einer Kostenbeteiligung von Bözen in der Höhe von Fr. 42'024.70 sowie zum Verpflichtungskredit über 1,13 Millionen Franken für die Erstellung des Kirchwegs. Weil das Quorum nicht erreicht wurde, unterliegen die Beschlüsse dem fakultativen Referendum.

Unter "Verschiedenes" orientierte der Gemeinderat über das weitere Vorgehen bei der Sanierung Schulstrasse, die lnfoveranstaltung "Elektra Bözen: wie weiter?" vom 26. August um 19 Uhr in der Turnhalle, über den Abschluss des Landkaufs Ausserdorf und die minimierte 1. August-Feier um 20 Uhr auf dem Heuig. Auch wurde über geplante Maßnahmen beim Fussweg ,,Chilewägli" orientiert.

Mit 22 zu 17 Stimmen wurde der Gemeinderat auf Antrag eines Stimmbürgers aufgefordert zu prüfen, ob die Gemeinde den Defibrillator, der momentan im Foyer zur Turnhalle hängt, rund um die Uhr zugänglich machen könnte.

Gemeinde soll Schlossmühle Aarau unterstützen

Vor der Einwohnerratsversammlung fand die Ortsbürgerversammlung statt, an der 17 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der 117 stimmberechtigten Bözer Ortsbürger teilnahmen. Der Rechenschaftsbericht 2019 des Försters wurde ohne Fragen und Diskussionen zur Kenntnis genommen. Unter Verschiedenem wurde ein Antrag gestellt, der Gemeinderat solle einen Beitrag an die Gesellschaft Schlossmühle in Aarau leisten, welche die Mühle mit dem ehemaligen Mühlenrad aus Bözen wieder beleben möchte. 

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