Villigen
Badi-Technik ist Sanierungsfall

An der Gmeind warten mehrere Kredite und das Budget mit Steuererhöhung auf die Bürger.

Janine Müller
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Viele Technik-Komponenten in der Badi Villigen könnennicht mehr ersetzt oder repariert werden.mhu

Viele Technik-Komponenten in der Badi Villigen könnennicht mehr ersetzt oder repariert werden.mhu

Michael Hunziker

Die technischen Installationen in der Badi Villigen sind veraltet. Das hat ein Experte nach einer Bestandesaufnahme in einem Bericht festgehalten. Die Steuerungen oder auch die Pumpen, die seit 1991 im Betrieb sind, seien sanierungsbedürftig. «Viele Komponenten können nicht mehr ersetzt oder repariert werden. Bei einer Störung würde somit die ganze Anlage ausser Betrieb sein», schreibt der Gemeinderat. Wird der Kredit von 150 000 Franken von den Stimmbürgern genehmigt, sollen die Arbeiten auf das Ende der Badesaison 2017 geplant werden. Der Gemeinderat hat zudem ein Gesuch für einen Beitrag aus dem Sport-Toto-Fonds eingereicht.

Ein weiterer Kredit betrifft den Ausbau und die Sanierung der Wasserversorgung. Die bestehende Reservoiranlage Hasel (Baujahr 1958/1990) hat die Grösse von 500 Kubikmetern. Dieses Reservoir soll durch einzusätzliches mit einer Grösse von 1500 Kubikmetern erweitert werden. Zudem soll das bestehende Reservoir Hasel saniert werden.

Mit den geplanten Arbeiten soll das Gesamtspeichervolumen auf 2000 Kubikmeter erweitert werden. «Für die Erhöhung des Brauchwasservolumens auf 1400 Kubikmeter und die Erhöhung der Gesamtlöschreserve auf 600 Kubikmeter sei die Erstellung eines neuen Gegenreservoirs im Gebiet Cheestel geplant. «Das kleine Reservoir Obchile wird ausser Betrieb genommen», schreibt der Gemeinderat. Für diese Sanierungen sind 2,2 Mio. Franken eingeplant. An der Gemeindeversammlung geht es allerdings nur um den Projektierungskredit von 100 000 Franken.

Masterplan steht an

Unter dem Traktandum 4 wird den Stimmbürgern ein weiteres Kreditbegehren unterbreitet: 126 000 Franken für die Erstellung eines Masterplans. Der Hintergrund: «Die Gemeinde muss in der Nutzungsplanung den kantonalen Richtplan umsetzen, welcher verlangt, dass das Ver-
dichtungspotenzial unter Einhaltung der quartierspezifischen Qualitäten ausgenützt wird», schreibt der Gemeinderat. Er habe sich entschieden, anstelle von stark einschränkenden Planungsinstrumenten wie die Auferlegung von Gestal-
tungsplanpflichten auf das für die Grundeigentümer offenere Instrument des Masterplans zu setzen. Stimmt die Gemein-
deversammlung dem Planungskredit zu, kann mit der Ausarbeitung des Masterplans Anfang 2017 gestartet werden.

Weiter steht ein Kreditbegehren von 80 000 Franken für die Sanierung des Innenhofes bei der alten Schulanlage Winkel auf der Traktandenliste. Der Vorplatz bei der Turnhalle sei in einem
sehr schlechten Zustand. Zudem seien der Winkelbrunnen und das Dach-
wasser nicht an das Trennsystem angeschlossen.

Rohrbrüche im Rebmattweg

Ersetzt werden soll die Wasserleitung im Rebmattweg. Hier treten gemäss Gemeinderat immer wieder Lecks durch Rohrbrüche auf, die zu aufwendigen Reparaturen führen. Weiter soll die Sauberwasserleitung im Abschnitt Kontrollschacht ersetzt werden. Diese weist starke Kalkablagerungen auf, die sich bei der letzten Leitungsspülung nicht mehr entfernen liessen. An der letzten Gemeindeversammlung hatte der Gemeinderat das Kreditbegehren von 250 000 Franken für den Ersatz der Wasserleitung im Rebmattweg im Hinblick auf diese zusätzlichen Arbeiten zurückgezogen. Nun stellt die Behörde ein Kreditbegehren von 312 000 Franken.

Noch bevor dann über das Budget abgestimmt wird, geht es um die Erhöhung des Aktienkapitals für die WirnaVita AG. Um die Eigenkapitalsituation zu verbessern, soll ein Teil der Darlehen in Aktienkapital umgewandelt und die Eigenkapitalquote auf 9 Prozent erhöht werden. Dieser Umwandlung eines Anteils des bisherigen Darlehens in Aktienkapital über 350 000 Franken sollen die Stimmbürger nun zustimmen.

Fast zum Schluss – quasi zum Dessert – steht dann noch die Diskussion über das Budget 2017 an. Dieses wartet mit einer Steuerfusserhöhung von 82 Prozent auf 87 Prozent auf. Es sind die hohen Investitionen in die Infrastruktur in den vergangenen Jahren sowie die geplante Erneuerung der Kantonsstrasse, die diese Erhöhung notwendig machen.

Gemeindeversammlung am Donnerstag, 24. November, um 20 Uhr in der Trotte Villigen.

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