Party vom Jahr
Aufbauarbeiten auf dem Birrfeld: 226 Kühlanlagen fürs Bier am Argovia Fäscht

Am Wochenende steigt das Argovia Fäscht. Der Aufbau ist fast fertig – Ton und Licht fehlen noch. Ein Besuch auf dem Birrfeld.

Nora Güdemann
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Aufbauarbeiten Argovia Fest 2018
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Aufbauarbeiten Argovia Fäscht 2018 auf dem Birrfeld Ans Riesenrad werden die Gondeln gehängt.
Aufbauarbeiten Argovia Fäscht 2018 auf dem Birrfeld Die Techniker installieren Balken, auf denen später Licht- und Tonanlagen montiert werden.

Aufbauarbeiten Argovia Fest 2018

Nora Güdemann

Seit 15 Tagen wird geschraubt, gesägt und gehämmert. Den rund 70 Helfern läuft Schweiss von der Stirn – denn trotz bewölktem Himmel ist es brütend heiss auf dem Birrfeld. Diesen Freitag findet dort die Party vom Jahr – das Argovia Fäscht – statt. Hitze und Arbeit schmälern die Vorfreude auf die Riesen-Party aber nicht. «Hecht und Bligg werde tätsche», sagt OK-Chef Marco Kugel. Der Vorverkauf läuft gut, sagt er. «Am Beizlifest am Freitag erwarten wir zwischen 8'000 und 12'000 Besucher, am Samstag über 30'000.» Damit würden sich die Zahlen im Durchschnitt der letzten Jahre bewegen.

Neu ist hingegen, dass die Besucher am Beizlifest fünf Franken Eintritt zahlen müssen – zuvor war der Eintritt frei. «Das ist ein Unkostenbeitrag», erklärt Kugel. «Es kommen immer mehr Besucher ans Beizlifest. Dort gibts die gleiche Infrastruktur wie am Samstag – aber die Kosten für die Sicherheitsdienstleistungen nehmen durch die steigenden Besucherzahlen stetig zu.»

Kugel fährt mit einem Offroad-Segway über das frisch gemähte Feld und zeigt, wie weit die Helfer mit den Aufbauarbeiten sind. Dauernd klingelt sein Handy oder er wird angefunkt, er solle her kommen oder dieses klären. «Gegen Schluss wird meine Arbeit immer stressiger», sagt er. Aber nicht umsonst ist es bereits das zehnte Argovia-Fest, das der OK-Chef organisiert.

«Die Bühne ist das Herzstück»

Kugel sagt, dass die grobe Infrastruktur bereits grösstenteils steht. «Wir sind optimal im Zeitplan, dank dem schönen Wetter. Nur letzten Mittwoch mussten wir wegen Hagel früher aufhören zu arbeiten.» Die Bühne wurde vor rund einer Woche aus Italien geliefert. «Sie ist das Herzstück», sagt Kugel. «Vier Sattelschlepper haben die Teile transportiert.» Noch fehlt die Technik. «Am Donnerstag und Freitag werden Licht und Ton installiert.»

Am Samstag reist dann die erste Band um 4 Uhr früh an und beginnt mit den Soundchecks. Wie sah es dieses Jahr mit allfälligen Extrawünschen der Stars aus? «Wir haben keine speziellen Anfragen bekommen, die Garderoben sind ungewöhnlich einfach ausgestattet.» Einzig das Feld hinter der Bühne wurde vergrössert: «Das war nötig, weil die Bands mit immer mehr eigenem Equipment anreisen – die ganzen Lastwagen haben zu viel Platz eingenommen», sagt der OK-Chef.

Die Detailarbeit beginnt

Laut Kugel beginnt auf dem Festgelände jetzt die Detailarbeit: «Alles muss beschildert und das Feld eingezäunt werden. Dann sind wir bereit.» Bereit bedeutet auch, dass der Strom funktioniert. Auf dem 4,5 Hektaren grossen Festgelände wurden rund 4,5 Kilometer Kabel verlegt.

Ein paar weitere, eindrückliche Zahlen: 150 Toi-Tois und 150 Abfalltonnen stehen bereit, parkieren kann man auf 5000 Parkplätzen auf 14,5 Hektaren Land. Kugel empfiehlt trotzdem die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Und das Wichtigste: Fürs kühle Bier in den 68 Beizli sorgen 65 Durchlaufkühler, 120 Kühlschränke und 41 Kühlwagen.