Rieden
Zu ihrer Sicherheit fordern die Anwohner einen Fussgängerstreifen

Mit einer Petition verlangen Bewohner des Obersiggenthaler Ortsteils Rieden mehr Sicherheit für die Fussgänger, die zur Bushaltestelle «Alte Landstrasse» laufen. Diese besteht seit Ende des letzten Jahres.

Pirmin Kramer
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Eine Petition fordert einen Fussgängerstreifen bei der Bushaltestelle «Alte Landstrasse» in Rieden.

Eine Petition fordert einen Fussgängerstreifen bei der Bushaltestelle «Alte Landstrasse» in Rieden.

Pirmin Kramer

Seit letztem Dezember existiert die Bushaltestelle «Alte Landstrasse» in Rieden – ein Erfolg für den Quartierverein zwar, der für eine bessere Erschliessung gekämpft hatte, doch ein Wermutstropfen bleibt: Wer zur Bushaltestelle gelangen möchte, dem steht kein Fussgängerstreifen zur Verfügung, auf dem er die Strasse überqueren könnte.

Eine IG bildete sich

Im Sommer bildete sich darum die Interessengemeinschaft «Sicher im Verkehr – auch in Rieden». Vergangene Woche hat die Interessengemeinschaft beim Gemeinderat eine Petition eingereicht, die 93 Personen unterzeichneten: Auf die Strasse müsse ein Fussgängerstreifen gemalt werden, fordert die IG in ihrem Schreiben.

Mit der Zunahme des Verkehrsaufkommens sei es für die Petitionäre unabdingbar, dass die Strassenseiten durch einen Fussgängerstreifen auf der Höhe der Bushaltestelle miteinander verbunden werden. «In unserem Quartier leben einige Familien mit Kindern, und manche von ihnen fahren mit dem Bus zur Schule», erklärt Michael Weibel von der Interessengemeinschaft. Nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene sei die Überquerung der Strasse nicht ungefährlich, sagt er.

Unterstützung vom Gemeinderat

In einer Mitteilung schreibt der Gemeinderat, er unterstütze das Anliegen der Interessengemeinschaft. Er werde die Petition an die zuständigen kantonalen Stellen weiterleiten. Unter anderem bei den kantonalen Stellen hatte der Gemeinderat bereits früher beantragt, dass ein zusätzlicher Fussgängerstreifen angebracht wird. Das Begehren sei jeweils mit dem Hinweis abgelehnt worden, dass gemäss kantonaler Praxis ein Streifen erst ab einer Fussgängerfrequenz von täglich 200 Personen aufgemalt werden könne.

Er könne das Argument durchaus nachvollziehen, dass der Verkehrsfluss durch zu viele Fussgängerstreifen gehemmt werde, sagt Weibel. «Ich würde mir dennoch wünschen, dass in Rieden gehandelt wird, bevor es zum ersten Unfall kommt – und nicht erst danach.»

Eine Sprecherin des Departements Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau teilt mit, man habe Kenntnis von der Petition und werde sich bei der Gemeinde melden.