Baden

Zoge am Boge in der Badstrasse: Unzählige «Höckler» genossen LWB-Stubete in vollen Zügen

Lüpfige Musik vor dem LWB.

Lüpfige Musik vor dem LWB.

Lädele, shoppe, flaniere: Am Samstagnachmittag herrschte auf der Badener Badstrasse Hochbetrieb. Nach 14 Uhr aber verschaffte sich die Trychlergruppe Dietikon lautstark Platz und liess die Passanten innehalten.

Hinter einer Geisselchlöpfer-Vorhut schwangen über ein Dutzend kräftige Mannsbilder in weissen Sennenchutteli gemessenen Schrittes ihre grossen, schweren Kuhschellen.

Das Alphorn-Trio Holzklang, Schweizer Sennenhunde und Jodler vervollständigten den kleinen Umzug von der Stadtturmstrasse zum Bahnhof und wieder zurück ins Zentrum des Geschehens, zur Stubete vor dem Löschwasserbecken.

Zum zweiten Mal hatte das LWB eine solche organisiert, und der Besucherzustrom war gross. In der Luft lag ein verführerischer Duft von Grillwürsten und Raclette. Hellblaue Älplerhemden mit Edelweissmuster dominierten das Bild; Ronnie Knecht aus Untersiggenthal aber trug einen Berner Mutz, obwohl er nicht jodelt: «Einfach aus Plausch!» Ja – der Plausch, die gute Stimmung, die Freude am Schweizer Brauchtum waren allgegenwärtig.

Mit Kind und Kegel sassen Alt und Jung auf den Bänken an langen Tischen und prosteten sich mit Müller-Bräu, Moscht, Wein, Blöterliwasser zu. Der «Stubete Kafi» bödelte mit Pflümli und war bedeckt mit einer dicken Schicht Schlagrahm; die gluschtigen Cremeschnitten und Linzertorten waren in Lengnau hausgebacken worden.

Mit Sennenchutteli und Kuhschellen durch die Badstrasse.

Mit Sennenchutteli und Kuhschellen durch die Badstrasse.

Älplerchilbi im Club

Essen und Trinken halten zwar laut einem Sprichwort Leib und Seele zusammen. An der LWB-Stubete gesellte sich aber gar so mancher weitere Genuss dazu. Ganz wichtig: Geselliges Beisammen-Höckle, plaudern und lachen. Nicht minder wichtig: Ins Schwelgen kommen beim «Holleri-di-dudel-da-di dudel-dö» vom Jodlerklub Echo vom Surbtal und bei der Musik vom Örgelitrio Bözberg-Buebe.

Zwischendurch wurde von der martialischen Schnupftabakmaschine ein Schnüpfli gezogen, bevor man sich von den Aktiven des Schwingklubs Baden-Brugg anschaulich in die Griffe, Kniffe und Regeln der faszinierenden urschweizerischen Sportart einführen liess.

Bei so viel Abwechslung und so viel guter Laune verging die Zeit im Fluge. Nach vier Stunden packten die Trychler ihre Schellen ein, das Trio seine Instrumente und die Jodler gönnten ihren Stimmbändern die wohlverdiente Ruhe. Mit dem Plausch aber war noch lange nicht Schluss.

Der Andrang war gross, nicht nur beim Nachwuchs-Schwingen unter Anleitung des Schwingklubs Baden-Brugg.

Der Andrang war gross, nicht nur beim Nachwuchs-Schwingen unter Anleitung des Schwingklubs Baden-Brugg.

Die Festbeiz im Freien war bis 22 Uhr in Betrieb. Für die Unermüdlichen und Neuzugänger ab 18 Jahren ging es – nunmehr gegen Eintritt – im LWB-Innern mit einer Älplerchilbi weiter: Die DJs Sigg und Yves heizten mit einem bodenständigen Sound von Trauffer über Gölä und Polo Hofer bis zum Trio Eugster original-eidgenössisch ein. Endgültig Schluss war erst um vier Uhr.

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