Wettingen

«Young Enterprise Switzerland»: Die ersten Schritte zum Unternehmer

Raafeh Kahn und Jessica Keller mit ihren Produkten von "Teacraft". (Nadine Bunde)

Raafeh Kahn und Jessica Keller mit ihren Produkten von "Teacraft". (Nadine Bunde)

Im Tägipark haben Jungunternehmer ihre Produkte vorgestellt. Das Besondere daran: Sie sind alle Schüler der Kanti Baden.

Ökologischer Tee, Kopfhöhrer-Halter oder Backmischungen: Stand an Stand reihte sich durch das Einkaufszentrum. Schüler der Kantonsschule Baden präsentierten im Tägipark ihre eigenen Produkte.

Diese haben sie in einem einjährigen Projekt zusammen mit der Non-Profit-Organisation «Young Enterprise Switzerland» (YES) entwickelt. Insgesamt 23 Jungunternehmen versuchten, ihre Produkte an den Mann zu bringen.

«Bei der Entwicklung haben wir uns überlegt, was man im Alltag gut gebrauchen könnte,» sagte Jonathan Kross. Er ist einer der Schöpfer von «Holder»; einem kleinen Stück Holz, das dazu dient, die Kopfhörer aufzuwickeln.

«Jeder hat in den Taschen ein ‹Gnusch› mit den Kabeln,» erklärte Kross die Idee des Teams, «deshalb hatten wir den Gedanken, einen kleinen Gegenstand für diesen Zweck zu entwickeln.» Die Gruppe lässt die kleinen Holzgegenstände von der Sozialfirma «Trinamo AG» herstellen.

Das Unternehmen «Teacraft» präsentiert hübsch verpackte Tees im Glasbehälter. «Wir hatten die Idee, dass man sich seine eigene Mischung zu Hause herstellen kann», erklärte Jessica Keller. Wie alle anderen Miniunternehmen vertreibt «Teacraft» ihre Produkte auch online.

Die Besten treffen sich in Zürich

Unterstützt werden die Schüler von einem sogenannten «Programme Manager». «YES» organisiert regelmässig sogenannte «Company Programmes» für Schüler im Alter zwischen 16 und 20 Jahren: «Learnig-by-doing» steht dabei im Vordergrund.

«Anmelden können sich Klassen aus jeglichen Schulen auf Sekundarstufe,» schreibt Nadine Hitz, Pragramme Manager der Kantonsschule Baden auf Anfrage. «Also Gymnasien, Wirtschaftsmittelschulen oder Berufsschulen.» Dieses Jahr haben sich aus der ganzen Schweiz 210 Gruppen angemeldet.

Beim Führen des Miniunternehmens wurden die Schüler bewusst auch mit realen Problemen der Wirtschaft konfrontiert: «Beispielsweise haben wir beim Verkauf an einem Markt festgestellt, dass uns einige Sachen fehlten», erzählt Keller. Die Gruppe hätte während des Projekts gelernt, zusammenzuarbeiten.

«Wir hatten alle unterschiedliche Ideen. Die teambildenden Massnahmen waren einerseits schwierig, andererseits aber auch sehr lehrreich.» Von den 21 Miniunternehmen der Kantonsschule Baden wurden nun drei ausgewählt, die zu den fünfzig Besten des Landes gehören. Aus diesen werden im Frühling nochmals 25 Miniunternehmen gekürt, welche am im Mai im Finale in der Zürcher Bahnhofshalle gegeneinander antreten werden.

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