Würenlos

Widerstand gegen Alterszentrum: Gemeinde will nicht aufgeben

Gegen das geplante Alterszentrum in Würenlos gibt es Einsprachen.

Trotz Einsprachen will der Würenloser Gemeinderat im Jahre 2020 nach mehr als 50 Jahren Planung mit dem Bau des Alterszentrums beginnen.

In Würenlos soll es ein neues Alterszentrum geben. Im Herbst lag ein Monat lang das Vorentscheidungsgesuch öffentlich auf. Nun soll es laut Limmatwelle zehn Einsprachen geben. Um welchen Inhalt es sich dabei genau handelt, kann Gemeindeammann Anton Möckel (parteilos) nicht sagen: «Es kann um vieles gehen. Das kann vom kleinsten Detail bis zu etwas Grossem reichen.» Nun habe die Bauherrin, die Alterszentrum Würenlos AG, bis Ende Oktober Zeit für eine Stellungnahme zu den Einsprachen.

«Die Idee ist alt, aber das Projekt ist neu»

Es scheint eine nicht enden wollende Geschichte zu sein: Seit über 50 Jahren ist die Rede von einem Alterszentrum in Würenlos. Vor 40 Jahren kam es zur Planung. «Die Idee ist alt, aber das Projekt ist neu», sagt Möckel.

Im Januar dieses Jahres wurde dann das Siegerprojekt namens «Margerite» in der Alten Kirche vorgestellt. Schon damals sagte Möckel: «Es ist der bedeutendste Bau für Würenlos seit Jahrzehnten.» Sollte alles nach Plan laufen, soll es im Herbst 2020 mit den Bauarbeiten losgehen. Ende 2022 sollen im neuen Alterszentrum 44 Pflegezimmer und 40 Alterswohnungen, die Spitex und ein Ärztezentrum bezogen werden. Ein öffentliches Café soll die Bevölkerung anlocken.

Bauherrin befindet sich im Betreiberverfahren

Jetzt gelte es abzuwarten, bis die Baubehörde und der Gesamtgemeinderat Antworten liefern und sich für oder gegen Einspracheverhandlungen entscheiden. «Falls es dazu kommen sollte, wird mit den Menschen, die Einsprache gemacht haben, verhandelt», erklärt Möckel. Wie lange das Verfahren insgesamt dauern wird, sei unklar.

Parallel dazu befinde sich die Bauherrin im Betreiberverfahren. «Der Verwaltungsrat entscheidet sich dann für den geeigneten Kandidaten», sagt Möckel. Danach gehe es in die Phase des Vorprojektes: «Dann haben wir Rechtssicherheit und können das Gebäude und dessen Innenleben planen.» Laut Möckel sei dies ein wichtiger Schritt: «Dann funktioniert das Alterszentrum so, wie wir uns das wünschen.»

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