Baden

Trudels Esel ist zurück im Kurtheater – Feierliche Eröffnung erst im Oktober

Schlüsselübergabe auf der Bühne des Kurtheaters: Stadtrat Erich Obrist (5. v.r.) überreicht Antonia Stutz, Präsidentin der Theaterstiftung, Hans Trudels störrischen Esel. Er kehrt nach 36 Jahren zurück.

Schlüsselübergabe auf der Bühne des Kurtheaters: Stadtrat Erich Obrist (5. v.r.) überreicht Antonia Stutz, Präsidentin der Theaterstiftung, Hans Trudels störrischen Esel. Er kehrt nach 36 Jahren zurück.

Das sanierte Gastspielhaus gehört jetzt wieder ganz der Theaterstiftung Baden-Wettingen. Damit endet die Umbau-Zusammenarbeit zwischen Stadt und Stiftung. Vor der Eröffnung muss das Theater allerdings noch weiter eingerichtet werden.

Das Badener Kurtheater, das grösste Theater im Aargau, ist seit April 2018 geschlossen. Es wurde in den vergangenen zwei Jahren komplett renoviert und mit einer neuen Hinterbühne sowie einem Foyer-Anbau erweitert. Am Montag hat nun der Badener Kulturvorsteher Erich Obrist (parteilos) im Auftrag des Stadtrats den Schlüssel für das Haus der Eigentümerin und Betreiberin – der Theaterstiftung Baden-Wettingen –, übergeben. Die Stiftung hatte die Stadt mit den Umbauarbeiten betraut. Damit geht eine 13-jährige Zusammenarbeit zwischen Stadt und Stiftung rund um den Um- und Erweiterungsbau zu Ende. Die Schlüsselübergabe fand Corona-bedingt unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Rahmen einer «kleinen Sitzung» auf der Bühne statt.

In einem symbolischen Akt gab Stadtrat Erich Obrist zudem auch das Original von Hans Trudels «Esel» aus dem Figurenfries des Kurtheaters an die Stiftung zurück. Der Badener Bildhauer hatte den 35-teiligen Fries aus Bronze ursprünglich 1951 für die Balkonbrüstung im Zuschauersaal entworfen. Eine Kopie des Esels befindet sich heute an der Fassade des Schulhauses Dättwil, wo der originale Esel seit der letzten grösseren Kurtheater-Renovation 1984 eine temporäre Bleibe hatte.

Feierliche Wiedereröffnung im Oktober

Bis zur Eröffnung am 14. Oktober wird die Theaterstiftung das Kurtheater noch fertig einrichten. Die Bühnentechnik wird wieder eingebaut und getestet. Auch im Bereich Gastronomie, Kasse und Besucherdienst organisiert das Theater-Team vieles neu, bevor der Betrieb wieder startet. Unter anderem wird der grafische Auftritt erneuert.

Mit 76 Prozent Ja-Stimmen hatten die Badener Stimmberechtigten im März 2013 dem Um- und Erweiterungsbau des Kurtheaters zugestimmt. Die Gesamtkosten von rund 34,5 Millionen Franken werden von der Stadt Baden, dem Kanton Aargau, der Gemeinde Wettingen, den Gemeinden von Baden Regio und von privaten Gönnerinnen und Gönnern finanziert. Das Kurtheater zeigt im kuratierten Programm jährlich rund 50 anspruchsvolle Gastspiele der Sparten Schauspiel, Musik-, Figurentheater und Tanz, sowie Kinder- und Jugendstücke, wobei der Schwerpunkt klar beim Sprechtheater liegt. Dem zeitgenössischen Theaterschaffen soll auch weiterhin ein hoher Stellenwert beigemessen werden, wie die Theaterstiftung betont.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1