Baden

Triff den König: Diese Europameisterschaft ist für Entspannte

In der Sportanlage Aue fanden zum ersten Mal die «European Kubb Championships» statt.

Auf dem Feld der Sportanlage Aue herrschte am Wochenende lockerleichte Festival-Stimmung: Laute Musik dröhnte aus den Boxen, während über den ganzen Sportplatz verteilt Menschen mit ihren Wurfhölzern auf die Holzklötze («Kubbs») der Gegner zielten, um sie zu Fall zu bringen.

Kubb-Amateure und -Profis aus acht Ländern genossen die ersten «European Kubb Championships» sichtlich. 144 Menschen spielten am Freitag bei regnerischem Wetter um den Titel des besten Spielers Europas. Am Samstag waren es 270 Personen, die in 3er-Teams bei schönstem Sonnenschein ihrem Lieblingsspiel frönten. Wer am Ende den König traf, sammelte Punkte für die Rangliste.

Das auch als Wikingerschach bekannte schwedische Spiel hat im Laufe der letzten Jahre immer mehr Menschen in seinen Bann gezogen – in ganz Europa. Hierzulande fand im Juni bereits zum 14. Mal eine Schweizer Meisterschaft statt. Eine international kooperierende Europameisterschaft hingegen ist ein Novum. Die erste Durchführung in Baden war für die Organisatoren, die European Kubb Association (EKA), ein voller Erfolg.

Im Hauptfeld, umgeben von vier riesigen Holzkönigen, fanden zusätzlich noch Spiele der Nationalmannschaften statt. Beim Nationenwettbewerb spielten jedoch nicht die besten mit, sondern die, die sich dazu angemeldet hatten. Wie Diego aus Stetten, der für die italienische Nationalmannschaft antrat, auch wenn er in der Schweiz lebt. Er spielt seit rund vier Jahren Kubb – weils Spass macht: «Ich bin ein Plauschspieler und würde nicht an der Schweizer Meisterschaft teilnehmen, aber es ist geil, dass es nun eine Europameisterschaft gibt. Mir gefällt das Fairplay hier und dass man so viele gute Leute kennen lernt!» Er und seine Mitspieler formierten sich extra für die Championships zur ‹Bänkli-Clique».

«The Kubbsons» aus Spanien, leicht erkennbar an ihren roten Leibchen, fahren öfters ins Ausland, um Kubb zu spielen. In Spanien gäbe es nur vereinzelt Turniere und die Verbandsstrukturen seien sehr lose, ganz anders als hier in der Schweiz. Baden kannten sie schon: «Wir spielten bereits an der Badenfahrt und haben dort sogar gewonnen – aber nur bei den Amateuren.» Der Unterschied zwischen Profis und Amateuren sei ziemlich gross, findet eines der Mitglieder. Den sehe man sofort. Wie so viele sind sie vor allem wegen einem hier: «Wir wollen einfach Spass haben!»

Sie freuen sich bereits auf die nächsten «Championships», die 2019 voraussichtlich in Belgien stattfinden.

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