Die beiden Kernspintomographen, der Computertomograph sowie die Geräte für das Röntgen, die Mammographie, die Knochendichtemessung und den Ultraschall wurden im September angeliefert. Mit einem Spezialkran wurden sie erst nur ein Stück angehoben, dann aus ihrer Verpackung geschält und anschliessend über die herausgelöste Fensterfront im 2. Stock eingebracht.

Die Arbeiten dauerten rund zwölf Stunden. Während dieser Zeit musste die Bahnhofstrasse halbseitig gesperrt werden. Das Wetter hat wunderbar mitgespielt, sonst hätte man die Geräte erst in der Praxis von ihrer Verpackung befreien können, was viel aufwendiger gewesen wäre. Und zum Glück war der Wind kein Thema, auch das hätte Probleme bereiten können.

Mit anderen Experten vernetzt

Die Umbauarbeiten für die neue Praxis dauerten bis Ende September. Was entstanden ist, kann sich sehen lassen. Die Praxisräume sind bewusst freundlich gestaltet und strahlen eine Hotelatmosphäre aus. Ein Spitalfeeling kann hier nicht aufkommen. Das sei auch Ziel, sagt Dr. med. Heinz Schönhofen: «Die Patienten sollen sich wohlfühlen, wenn sie wegen eines Termins vorbeischauen.»

Zusammen mit seinem Kollegen pract. med. Thomas Joder leitet Schönhofen das Zentrum. Zum Team gehören vier Röntgen- und zwei medizinische Praxisassistentinnen. Krankheiten von A bis Z können im neuen Zentrum unter die Lupe genommen werden. Schwerpunkte liegen bei der onkologischen Diagnostik, der Abklärung muskuloskelettaler Erkrankungen sowie auch der Bildgebung der Wirbelsäule und des Schädels.

Weitere Schwerpunkte sind die Schmerztherapie. Die beiden Spezialisten sind mit anderen Experten vernetzt, sodass jederzeit Zweitmeinungen eingeholt werden können. Geplant ist, dass künftig für Spezialbehandlungen weitere Fachkräfte zugezogen und auch vor Ort eingesetzt werden können. Platz ist genügend vorhanden.

Braucht es denn ein drittes Radiologiezentrum in Baden? Dr. med. Heinz Schönhofen: «Ja. Der Bedarf ist ausgewiesen. Mit einem dritten Zentrum können die Wartezeiten für die Patienten auf ein vertretbares Mass verkürzt werden.»

Heinz Schönhofen hat viele Jahre als Leiter der Radiologie in einem Privatspital in Bern gearbeitet. Zudem hat er grosse Erfahrung in der Schmerztherapie und ist für das Brustkrebsscreening akkreditiert. Sein Kollege Thomas Joder war Leiter der Radiologie im Kantonsspital Uri und Leitender Arzt im Luzerner Kantonsspital. Sein Spezialgebiet umfasst die Kernspin- und Computertomographie-Diagnostik des gesamten Menschen.