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«The Voice of Germany»: Aargauer Stimmkanone Freschta Akbarzada schafft den Einzug ins Finale

Die Turgemerin schafft es mit 67 Prozent der Anrufe ins Finale von «The Voice of Germany». Nächsten Sonntag wird sie in der finalen Live-Show gegen vier Konkurrenten antreten. Wer gewinnt, liegt bei den Zuschauern, doch eines ist bereits jetzt klar: Im Dezember wird sie mit auf die grosse «The Voice of Germany»-Tournee gehen.

Wer in den letzten Monaten Freschta Akbarzada bei der Sat1-Castingshow «The Voice of Germany» verfolgt hat, weiss, dass sie auf Balladen der ganz grossen Diven setzt. Umso überraschender war der Auftakt der Halbfinalshow am Sonntag, wo sie zusammen mit ihrer Konkurrentin und ihrem Coach, dem deutschen Rapper Sido, seinen Song «Pyramide» performt hat – inklusive rappen.

Doch für ihren Auftritt hat sich die Turgemerin wieder eine Ballade ausgepickt. Diesmal: «Unconditionally» von Katy Perry. «Den Song widme ich meiner Mutter, weil ich sie bedingungslos liebe», sagt Akbarzada. Bevor sie vor dem Publikum auftritt, wird ein Clip eingeblendet. Er zeigt die Turgemerin in ihrer Heimat und im FC-Basel-Stadion. «Ich bin in der Schweiz geboren, in der Schweiz aufgewachsen und hier werde ich auch bleiben», sagt die 23-Jährige im Clip.

«Die Schweizerin mit der grossen Stimme», heisst es von Sido. Sie solle locker bleiben und immer lächeln, sagt er seinem Schützling während der Proben. «Freschta kann die grossen Nummern singen. Das ist eine Stimme, die den Sieg verdient hat», tönt es aus den Lautsprechern.

Standing Ovations und Konfetti-Regen

Dann ist es soweit: Akbarzada steht auf der Bühne. Zum ersten Mal ist sie nicht alleine. Hinter ihr stehen Tänzerinnen und Tänzer. Sie selbst steht nur mit einem Mikrofon inmitten der grossen Bühne. Mit geschlossenen Augen fängt sie an zu singen. Immer wieder schwenkt die Kamera ins Publikum zu Akbarzadas Mutter, die mit den Tränen kämpft. Am Ende regnet es Konfetti und es gibt Standing Ovations.

«Sehr stark. Alle stehen, du hast wohl was richtig gemacht», sagt der Moderator. Das Publikum fällt in einen tosenden Applaus. Auch die Jury klatscht begeistert. Doch auf sie kommt es diesmal nicht an, denn der Zuschauer entscheidet, wer ins Finale kommt. Trotzdem sagt Jurymitglied Alice Merton: «Jedes Mal, wenn du singst, füllst du den Raum.»

Mit «The Voice Within» von Christina Aguilera schaffte Freschta Akbarzada den Einzug in die Semi-Finals singen.

Dann heisst es sie oder ihre Konkurrentin. 60 Sekunden lang muss Akbarzada nun bangen, dann werden die Telefonleitungen geschlossen. Die Nervosität der Turgemerin kann man durch den Fernseher spüren. Sie dreht sich zur Leinwand. «Egal was passiert, wir hatten eine gute Zeit», sagt Sido und Akbarzada nickt. Auf der Leinwand steht ihr Name und daneben der ihrer Konkurrentin. Gleichzeitig gehen die beiden Balken in die Höhe. Dann stoppt einer. Akbarzadas Balken geht weiter hoch, bis er bei 67 Prozent stehen bleibt.

«Du hast es geschafft, Freschta. Du bist im Finale», sagt der Moderator. Akbarzada fällt Sido um den Hals und kann ihr Glück kaum fassen, wie sie der AZ nach ihrem Auftrittt berichtet: «Das ist einfach nur geil, ich freue mich saumässig.»

Es seien sehr intensive und aufwendige Vorbereitungen gewesen. «Wir mussten alles tausend Mal üben, gerade weil es live ist, aber es hat sehr viel Spass gemacht und es hat sich gelohnt», sagt die 23-Jährige. Nun geht es für die Turgemerin ins Finale.

Zuerst das Finale, dann die Tournee

Wer Freschta Akbarzada das letzte Mal auf der «The Voice of Germany»-Bühne live performen sehen will, der sollte nächsten Sonntag um 20.15 Uhr Sat1 einschalten. Auch diesmal wird es Überraschungen geben, denn Akbarzada wird nicht alleine auftreten. Den Sängern werden internationale Stars wie Dua Lipa oder James Arthur zur Seite stehen. «Ich freue mich saumässig darauf», sagt Akbarzada.

Die Turgemerin hat noch einen Grund zur Freude, denn dank ihrem Finaleinzug hat sie schon eine weitere Hürde geschafft: Sie wird den ganzen Dezember bei der «The Voice of Germany live in Concert»-Tour in ganz Deutschland dabei sein. «Aber zuerst kommt das Finale – ich bin auf die Zuschauer angewiesen und hoffe natürlich auch auf das Schweizer Publikum.»

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