Baden

Team Baden und Grüne fordern Tempo 20 auf der Bahnhofstrasse

Am oberen Bahnhofplatz herrscht heute schon Tempo 20.

Am oberen Bahnhofplatz herrscht heute schon Tempo 20.

Durch die Tunnelgarage fahren bald Busse; sie müssen sich den Platz mit Autos und Fussgängern teilen. Zwei Einwohnerräte fordern ein neues Verkehrskonzept.

Die Verkehrslage bestimmt seit längerem die Debatten in der Badener Politik. Die Bevölkerung wächst stetig und damit nimmt auch der Verkehr auf den Strassen zu. Unweigerlich kommen dabei immer wieder die Themen Schulhausplatz und Sicherheit zur Sprache. Im kommenden Sommer sollen die Umbauarbeiten auf der Grossbaustelle Schulhausplatz abgeschlossen sein; dann werden wieder mehr Busse, Autos und Fussgänger den Weg vom oberen Bahnhofplatz in Richtung Tunnelgarage passieren.

Mit Blick auf den bevorstehenden Projektabschluss forderte Einwohnerrat Michael Staubli (Grüne) den Stadtrat in einem ersten Postulat deshalb auf, zu prüfen, wie Tunnelgarage und angrenzende Bahnhofstrasse sicher gestaltet werden können. Insbesondere ging es ihm darum, den Automobilverkehr zu drosseln, indem auf die 22 geplanten Parkplätze in der Tunnelgarage vorerst verzichtet worden wäre.

Drei Massnahmen geplant

Staublis Vorstoss wurde in der letzten Einwohnerratssitzung Mitte Dezember behandelt und als erledigt abgeschrieben. Die Antwort des Stadtrats lautete: Die Parkplätze werden beibehalten, die Sicherheit sei mittels gegenseitiger Toleranz und aufgrund von Erfahrungen mit bereits bestehenden «Mischzonen» in der Weiten Gasse und am Schlossbergplatz gewährleistet.

Damit lässt es Staubli allerdings nicht auf sich beruhen. Für einen neuen Vorstoss spannt der Parlamentarier nun mit Ratskollegin Nadia Omar (Team Baden) zusammen. Die Einwohnerrätin erklärt den Inhalt des gemeinsamen Postulats: «Wir verlangen, dass die Bahnhofstrasse zwischen dem Bahnhofplatz und der Tunnelgarage neu geplant wird. Ziel ist, aus diesem Durchgangs- auch einen Aufenthaltort zu machen.»

Für dieses Vorhaben solle künftig überall Tempo 20 gelten sowie Anpassungen am Platz vor dem Kino Sterk gemacht werden. Omar und Staubli wollen zudem die Absperrungen zum Gleis 1 öffnen, um den Weg für Fussgänger zu verkürzen und die Nutzung des öffentlichen Verkehrs attraktiver zu gestalten.

Mit dem neuen Postulat werden Punkte verknüpft, für welche die beiden Einwohnerräte im letzten Jahr bereits einzelne Vorstösse eingereicht haben. Dahinter steckt eine klare Strategie, wie Omar betont: «Wir haben uns im Vorfeld die ganze Situation vorgestellt. Unser Wunsch ist es, mit einer Gesamtplanung die Sicherheit in dieser künftig stark frequentierten Zone nachhaltig zu erhöhen.» Auch sei ein ganzheitliches Konzept mehrheitsfähiger und hätte bessere Erfolgsaussichten im weiteren Politprozess. Das neue Postulat soll nun voraussichtlich in der Einwohnerratssitzung im März behandelt werden.

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