Baden
SVP peilt neunten Sitz im Einwohnerrat an

Mit zehn Kandidierenden und einer Frau bleibt die Liste erneut kurz.

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Der Badener Einwohnerrat. (Archiv)

Der Badener Einwohnerrat. (Archiv)

AZ

Nur die EVP mit ihrer Einervertretung im Einwohnerrat Baden tritt mit weniger Kandidierenden (5) als die SVP (10) zu den Erneuerungswahlen am 24. September an. Dabei verfügt die SVP mit ihren acht Sitzen über ebenso viele wie die CVP.

Parteipräsident Serge Demuth macht aus dieser Situation kein Geheimnis: «Wir hatten einerseits schon immer Mühe, Kandidierende zu rekrutieren, andererseits nehmen wir auch nicht jede Person, die sich zur Verfügung stellen will.» Dennoch ist das Ziel der Partei ehrgeizig: «Halten ist das Minimalziel, doch wir wollen einen oder zwei Sitze dazugewinnen», erklärt Demuth. Aus seiner Sicht sei es für die Stadt Baden angesichts ihrer Finanzlage gerade im jetzigen Augenblick wichtig, dass die zurzeit untervertretene SVP in der Legislative gestärkt werde.

Zehn Kandidierende führt die SVP auf ihrer Liste auf, wovon sieben Bisherige, unter ihnen mit Stefanie Heimgartner, gleichzeitig Grossrätin, nur eine Frau. Das bereite ihr keine Probleme, sagt Heimgartner, amtierende Einwohnerratspräsidentin. Sie sei es bereits im Beruf und im Militär gewohnt, sich in einer Männerdomäne behaupten zu müssen. Nicht mehr dabei ist Simon Sommer, der von Berufes und der Liebe wegen wegziehen wird.

«Wie in den meisten Städten dominieren auch in Baden Mitte- und Linksparteien. Da ist es für uns nicht einfach, eine genügend grosse Zahl an Kandidaten zu mobilisieren», sagt Heimgartner. Neu kandidieren Michael Rinderknecht, Lan Huynh und Thomas Rimann.

Von den acht im Jahr 2013 gewählten SVP-Einwohnerräten hat die Hälfte während der ablaufenden Legislatur ihr Amt niedergelegt. Weil die Partei schon damals nur elf Namen auf ihrer Liste hatte, musste sogar ein Einwohnerratsmitglied nachrekrutiert werden. (-rr-)

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