Baden

Stadtrat will neue Jobs für Beeinträchtigte schaffen

Mehr Stellen für Menschen mit Behinderung bei der Stadt: Das will der Stadtrat Baden.

Mehr Stellen für Menschen mit Behinderung bei der Stadt: Das will der Stadtrat Baden.

Der Badener Stadtrat will die Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt unterstützen. Er reagiert damit auf das Postulat des Einwohnerrats Stefan Häusermann (Grüne).

Als «nicht sehr aktiv», bezeichnet Stefan Häusermann (Grüne) die Stadt Baden, wenn es um Menschen mit Behinderung geht. Häusermann bemängelt, dass sowohl in der Stadtverwaltung als auch in Institutionen und Unternehmen mit Beteiligung der Stadt nur «ansatzweise» Rahmenbedingungen vorhanden seien, die die Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt unterstützen. «Die Chancengleichheit in der Arbeitswelt gehört zu den Schlüsselbereichen der Gleichstellungspolitik für Menschen mit Behinderung», schreibt der Grüne in seinem Postulat (az vom 20.8.2013).

Der Stadtrat ging dem Anliegen nach und erarbeitete das Konzept «Integration von Menschen mit Behinderung bei der Stadt Baden». Dies, mithilfe einer Analyse der bestehenden Arbeitsplätze bei der Stadtverwaltung. Das Konzept soll «dem Anliegen des Postulats einerseits und der aktuellen finanziellen Zielsetzungen der Stadt Baden andererseits» gerecht werden, schreibt der Stadtrat in seinem Bericht.

Schaffung durch Personalabgang

Ziel ist es, die Integration von beeinträchtigten Personen mittels zwei neuen Spezial-Dauerarbeitsplätzen sowie zwei Trainingsarbeitsplätzen sicherzustellen. Aufgrund des Sparprogramms «Optima» werden keine zusätzlichen Stellen für Spezial-Dauerarbeitsplätze geschaffen: «Die Schaffung dieser wird mit Personalabgängen sichergestellt», so der Stadtrat.

Bei der Stadt Baden arbeiten können nur körperlich Beeinträchtigte, geistig Beeinträchtigte oder Menschen mit Sinnesbehinderungen. Dies, weil die Betreuung von psychisch beeinträchtigten Personen «sehr anspruchsvoll ist», schreibt der Stadtrat weiter. Jedoch soll der Einzelfall beurteilt werden und eine Neuentscheidung möglich sein. Die Erhöhung der Arbeitsplätze soll gestaffelt und ab nächstem Jahr erfolgen.

Stimmt der Einwohnerrat dem Bericht und dem Konzept an der Einwohnerratssitzung Mitte Oktober zu, so werden Menschen mit Behinderung künftig vier zusätzliche Arbeitsplätze zur Verfügung stehen: Heute sind bereits 13 Mitarbeitende mit einer bestehenden oder sich gegenfällig entwickelnden Einschränkung tätig.

Mögliche Einsätze sind mitunter in den Abteilungen Kultur, Standortmarketing und Werkhof. Gemäss Zielvorgabe sollen pro Arbeitsplatz und Jahr zwischen 14'000 und 58'000 Franken Kosten anfallen, wovon einen Teil die Invalidenversicherung übernimmt.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1