«Cyrano», «Nabucco» oder «Vivendi» sind nur einige Namen der Stars, die man an den Pferdesporttagen antrifft. Rund 700 Pferde sind an den drei Tagen auf dem Reitplatz im Einsatz.

Einige haben mehrere Einsätze, sodass die Gäste 900 Starts der eleganten Tiere mitverfolgen können. Es herrscht eine lockere Atmosphäre an diesem Auffahrtsstag: Die Sonne zeigt sich zwischendurch, Kinder rennen einander hinterher und die Hunde stolzieren beinahe so majestätisch umher, wie die Pferde.

Die zahlreichen Gäste bestaunen die Kunst von Springreitern mit ihren Pferden, wie diese Hindernisse anvisieren und sie dann locker überspringen. Einige, wenige Pferde bleiben kurz vor dem Hindernis stehen.

OK-Präsident Walter Hunsperger zeigt sich zufrieden: «Wir haben die Pferdesporttage schon immer an Auffahrt durchgeführt. Zu uns kommen Reiterinnen und Reiter aus der näheren Umgebung, aber auch aus der Ost- und der Innerschweiz.» Sie könnten sich aber nicht mit einem internationalen Anlass wie demjenigen in St. Gallen messen.

Ungefähr 2000 Leute besuchen die Pferdesporttage. Für das siebenköpfige Organisationskomitee bedeutet dies sechs bis sieben Sitzungen pro Jahr, bis die ganze Planung mit Sekretariat, Personal, Festwirtschaft und Parcours-Bau steht.

Arbeit nach jeder Prüfung

Die eine Prüfung ist vorbei, die Speakerin kündigt die nächste an. Eine halbe Stunde bleibt nun Zeit, um die Hindernisse und deren Höhe von einem Meter auf 1,05 Metern umzustellen. Ist dies passiert, schreiten Reiterinnen und Reiter den Parcours ab.

Ein sogenanntes Zweiphasenspringen steht an: «Passiert das Reitduo die acht Hindernisse der ersten Phase ohne Fehler, darf die zweite Phase mit weiteren acht Hindernissen in Angriff genommen werden», erklärt Walter Hunsperger. Er ist ein «Spätberufener»: Mit 44 Jahren begann er zu reiten.

«Das Pferd ist ein guter Kamerad aber auch ein Fluchttier. Man muss sich ins Pferd hineindenken.» Walter Hunsperger gerät ins Schwärmen, wenn er an Olympiasieger Steve Guerdat denkt: «Dieser lenkt die schwierigsten Pferde wie durch Butter.» In Würenlos kürt man zwar keine Olympiasieger, erfreut sich aber an den hochstehenden Darbietungen.

Die nächsten Prüfungen sind am Samstag ab 11.15 Uhr und am Sonntag ab 8 Uhr angesagt.