Markus Dieth

So feiert Wettingen «seinen» ersten Landammann

Zahlreiche Wettingerinnen und Wettinger sowie viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Kirche und Militär bis hin zur früheren Aargauer Bundesrätin Doris Leuthard wünschten dem ersten Landammann aus Wettingen viel Erfolg und gutes Gelingen.

Wenn Wettingen abwechselnd mit Wettinger, Aargauer und Schweizer Fahnen beflaggt ist, muss etwas Besonderes los sein. Das war am Dienstag wahrhaft der Fall. Wettingen empfing nämlich «seinen» Landammann Markus Dieth. Dieth war vor seiner Wahl in die Kantonsregierung viele Jahre Gemeindeammann von Wettingen. Dann wurde er als Nachfolger von Roland Brogli für die CVP als Regierungsrat gewählt. Seit 2017 ist er dort für die Kantonsfinanzen zuständig. Und jetzt, drei Jahre danach, ist er schon ein erstes Mal Landammann. Das musste natürlich gefeiert werden.

Viele, viele Wettingerinnen und Wettinger erwarteten um 18 Uhr in der festlich geschmückten Doppelturnhalle der Bezirksschule Wettingen gespannt auf das Kommende. Mit dem Einmarsch der Tambouren traf pünktlich auch die Hauptperson ein, der freudestrahlende Markus Dieth in Begleitung seiner Frau Desirée sowie der Töchter Viviane und Ariane.

Fast die ganze Regierung unter den Gästen

Mit ihnen kamen Dieths Vorgänger als Landammann, Urs Hofmann, Grossratspräsidentin Edith Saner, Dieths weitere Regierungskollegen Alex Hürzeler und Jean-Pierre Gallati (ohne den frisch am Rücken operierten Stephan Attiger), Staatsschreiberin Vincenza Trivigno, der amtierende Wettinger Gemeindeammann Roland Kuster, der Wettinger Einwohnerratspräsident Christian Pauli, Abt Vinzenz von der Abtei Wettingen, die Ständeräte Hansjörg Knecht und Thierry Burkart, National- und Grossräte sowie viele weitere Prominente. Später stiess auch die frühere Bundesrätin Doris Leuthard dazu.

So feiert Wettingen «seinen» ersten Landammann

Einmarsch mit Trommeln und Glocken.

 

Es wurde für Dieth zu einem Bad in der Menge, das er sichtlich genoss. Die Wettingerinnen und Wettinger nutzten die Gelegenheit, «ihren» Landammann zu begrüssen und ihm für dieses Jahr besonders gutes Gelingen zu wünschen. Für Wettingen ist es das erste Mal, dass es aus seinen Reihen einen Regierungsrat und Landammann stellt.

Früher hatte ein Landammann eine bewaffnete Einheit

Nach dem rassigen Spiel der Harmonie Wettingen-Kloster verwies Gemeindeammann Roland Kuster darauf, was einst die Aufgabe eines Landammanns war: Er residierte im Amtshaus und trieb im Amtsbezirk die Steuern ein, sprach Recht und sorgte mit einer kleinen bewaffneten Einheit für Sicherheit und Ordnung. ­Augenzwinkernd fügte Kuster an: «Es hat sich nicht geändert: Steuern treibt der Markus immer noch ein. Gut daran ist, dass es dafür keine bewaffneten Einheiten mehr braucht. Er bedankt sich jedes Mal artig mit einem Dankesschreiben.»

Dieth zu Ehren gaben die Trychler vom Burghorn (vgl. Bild) ihren ersten offiziellen Auftritt. Unüberhörbar, unübersehbar und mit viel Applaus bedacht. Was er denn als Landammann mache, werde er oft gefragt, sagte Dieth schliesslich gleich selbst. Er werde praktisch jeden Mittwochmorgen die Regierungssitzung leiten und dürfe den Aargau ein Jahr lang an zahlreichen Anlässen repräsentieren. Sie als Wettinger wüssten, «das ist für den Dieth nicht neu – als Gemeindeammann hat er genau das gemacht –, und ich darf Ihnen sagen, ich habe es immer sehr gerne gemacht», so Dieth weiter. Er freue sich, diese Verantwortung zu übernehmen – «als stolzer Aargauer und als stolzer erster Wettinger Landammann».

Viele Küsse für Landammann Markus Dieth

Viele Küsse für Landammann Markus Dieth

«Unserem Kanton der Regionen, unserem Kanton mit seiner Vielfalt, unserem Kanton als Einheit in der Vielfalt» stellten sich viele Herausforderungen, so Dieth. Stolz verwies er darauf, dass man gemeinsam die Kantonsfinanzen stabilisiert und auch 2019 einen Top-Abschluss erzielt habe (die genauen Zahlen sind noch nicht publiziert). Man lebe diszipliniert, umsichtig, plane fortschrittlich und gehe mit den Mitteln haushälterisch um, betonte Dieth weiter. Das sei ihm ganz wichtig und er sei stolz, «dass wir die Haushaltsanierung auf Kurs halten und dass das Licht am Horizont doch schon sehr stark leuchtet». Er dankte ganz besonders seiner Familie mit seiner Frau Désirée, seinen Töchtern Ariane und Viviane sowie vielen weiteren für grosse Unterstützungund lud dann die Feiernden zu einer währschaften Suppe ein. Es gab Rüeblisuppe und Bündner Gerstensuppe für den Heimwehbündner Dieth zur Auswahl, fein zubereitet von den Wettinger Chuchimanne. Ein Geheimtipp, wie wir jetzt wissen.

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