Baden
Schweizer Krebsliga verleiht dem Brustzentrum Baden ein Qualitätslabel

Am Tag der offenen Tür erhält das Brustzentrum Baden von der Schweizer Krebsliga ein Qualitätlabel. Doch für den leitenden Arzt Nik Hauser ist die Übergabe noch nicht der Höhepunkt des kommenden Samstags.

Sabina Galbiati
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Brustkrebs ist bei Frauen in westlichen Nationen die häufigste Krebserkrankung.

Brustkrebs ist bei Frauen in westlichen Nationen die häufigste Krebserkrankung.

zvg

160 ist eine unschöne Zahl. Sie steht für die Frauen, die im Brustzentrum Baden jährlich ihre Erstdiagnose Brustkrebs bekommen. Leitender Arzt des Zentrums Nik Hauser beruhigt: «Heute heilen wir weit über 90 Prozent aller Frauen mit Brustkrebs.»

Damit die Chancen auf Heilung so hoch stehen, arbeitet ein ganzes Team von Ärzten eng zusammen.

Neben dem Frauenarzt braucht es unter anderem Radiologen, die Bilder der Brust erstellen und beurteilen; Patologen, die die veränderten Zellen unter dem Mikroskop untersuchen und die Diagnose stellen; Spezialisten für die Bestrahlung und speziell geschulte Pflegefachfrauen.

Dieses ganze Team trifft sich zweimal wöchentlich und bespricht die Krankengeschichte jeder Patientin. «So können wir für jede Frau ein individuelles Behandlungskonzept ausarbeiten», sagt Hauser.

Tag der offenen Tür

Samstag 14. September, 10 bis 16 Uhr.
Vorträge: 10.15/ 14.15 Uhr, Familiäre Brustkrebsbelastung und Genetik. Möglichkeiten einer Brust-Wiederherstellung.
11.15/15.15 Uhr, Lesung und Vortrag der Bestseller-Autorin Annette Rexrodt von Fircks.
Besichtigung: 10.45-16 Uhr Operationssäle.
Informationsstände: 10-16 Uhr,
Walking: 13-14 Uhr

Dieses Teamwork ist nicht in jeder Klinik selbstverständlich, genauso wenig wie die 160 Erstdiagnosen. Beides entspricht den Anforderungen der Krebsliga Schweiz (KLS) und der Schweizerischen Gesellschaft für Senologie (SGS), die sich mit allen Brusterkrankungen befasst.

Am kommenden Samstag zeichnen die KLS und die SGS das Brustzentrum Baden deshalb als drittes Zentrum in der Schweiz mit ihrem Qualitätslabel aus. Bisher erhielten die Brustzentren St. Gallen und Basel das Label.

Die Übergabe findet im Rahmen des Tages der offenen Tür statt. «Wir freuen uns über die Anerkennung, aber sie ist nicht das erste für unser Haus», sagt Hauser, «wir sind seit fünf Jahren von der Deutschen Krebsgesellschaft als Brustzentrum zertifiziert.»

2000 ist eine gute Zahl. Mit so vielen Besuchern rechnet Hauser am Samstag. «Ich freue mich besonders auf die Lesung und den Vortrag von Annette Rexrodt von Fircks», sagt Hauser.

Die Bestseller-Autorin schreibe aus Selbsterfahrung und ihre Referate seien ser unterhaltsam, sagt er.

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