Rohrdorferberg-Reusstal

Repol verteilt deutlich mehr Parkbussen – aber nicht wegen mehr Kontrollen

2019 gab es mehr Bussen wegen fehlender Parkscheiben.

2019 gab es mehr Bussen wegen fehlender Parkscheiben.

In der Region Rohrdorferberg-Reusstal gab es im 2019 deutlich mehr Bussen wegen vergessenen Parkscheiben. Mit Kontrollen hat dies jedoch wenig zu tun, wie die Regionalpolizei bestätigt. Die Zunahme der Geschwindigkeitsübertretungen dagegen schon.

Wer die Parkscheibe nicht korrekt im Fahrzeug anbringt beziehungsweise nicht hinterlegt, muss mit einer Busse rechnen. Im Jahr 2019 wurden deswegen in der Region Rohrdorferberg-Reusstal 684-mal Bussen verteilt, wie aus dem Jahresbericht der zuständigen Regionalpolizei hervorgeht. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 392 ausgestellte Ordnungsbussen. Nicht einberechnet in dieser Statistik sind Bussen für überschrittene oder falsch eingestellte Parkzeit. Wie kommt es nun zu so einem markanten Anstieg von fast 75 Prozent? Wurde 2019 deutlich mehr kontrolliert?

«Nein», sagt Daniel Schreiber, Polizeichef der Repol Rohrdorferberg-Reusstal. «Der Zeitaufwand bei den Kontrollen entspricht ziemlich genau dem vom Vorjahr.» Es habe zudem nicht erheblich mehr Parkplätze und keine deutlichen Erweiterungen der blauen Zonen gegeben. Woran es also liegt, kann Schreiber anhand der vorliegenden Zahlen nicht sagen.

Eine deutliche Zunahme des Verkehrsaufkommens lässt sich trotz Bevölkerungswachstum und mehr Fahrzeugzulassungen in dieser Höhe ebenfalls nicht bestätigen. Möglicherweise sind die Bewohner der Region einfach nachlässig geworden, wenn es um das korrekte Anbringen der Parkscheibe geht.

Mehr Geschwindigkeitsübertretungen und bessere Verkehrssicherheit

Zumindest wenn gefahren wird, scheinen sich die Auto- und Töff-Fahrer der Region angepasster zu verhalten. Im Jahr 2019 stellte die Repol 11'200 Übertretungen fest (10'283 im Vorjahr), von denen der Grossteil im Bereich zwischen 1-5 km/h lag. Von Raserei in den Wohnquartieren könne also keine Rede sein, wie der Jahresbericht festhält. Da zusätzlich zu einem Radargerät neu auch ein Lasermessgerät verwendet wurde, konnten im gesamten Einsatzgebiet auch deutlich mehr Fahrzeuge kontrolliert werden. Die Übertretungsquote sei damit laut Repol rückläufig. 

Mehr Bussen heisst aber nicht automatisch mehr Geld in der Kasse. Für Kontrollen mit dem Lasermessgerät werden mehr Personalstunden benötigt, wie Polizeichef Daniel Schreiber bestätigt. Damit gleiche sich das finanziell in etwa aus. «Aber die verstärkten Kontrollen fördern die Einhaltung der Verkehrsregeln», so Schreiber, «und das verbessert die Verkehrssicherheit.» (phh)

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