Baden

Rattenfänger vom Bahnhof Baden: «So extrem habe ichs noch nie gesehen»

Der Schädlingsbekämpfer Raphael Kofel im Kampf gegen die Rattenplage am Bahnhof Baden.

Der Schädlingsbekämpfer Raphael Kofel im Kampf gegen die Rattenplage am Bahnhof Baden.

Eine tote Ratte nach der anderen sammelt der Rattenfänger Raphael Kofel im Bahnhof Baden ein. Vom Ausmass ist er selbst überrascht. Der Grund für die Rattenplage sind die Zugsreisenden.

Der Badener Bahnhof hat eine Rattenplage: Dieser sagen die SBB nun den Kampf an. Raphael Kofel ködert im Auftrag des Zugunternehmens mit seinen grünen Fallen die Nagetiere mit einem tödlichen Gift, an dem sie nach spätestens drei Tagen schmerzlos verenden. Trotz seiner langjährigen Erfahrung als Schädlingsbekämpfer ist er überrascht vom Ausmass: "Es gibt an jedem Bahnhof Ratten, aber so extrem habe ich es noch nie gesehen", sagt er gegenüber Tele M1. 

Dieser Mann bekämpft die Rattenplage am Badener Bahnhof

Dieser Mann bekämpft die Rattenplage am Badener Bahnhof

Schuld am Ausmass sind die Zugpendler. Der liegengelassene Abfall zieht die Ratten an. Und auch nachdem die SBB-Mitarbeiter den Müll eingesammelt haben, können sich die Nager an den Essensresten gütlich tun: Der Abfall wird nämlich in halboffene Container am Bahnhof entsorgt. Doch auch dieses Problem haben die SBB erkannt: Sie wollen die Container durch Pressmulden ersetzen. 

Bis alle Ratten am Badener Bahnhof verschwunden sind, geht es laut Kofel bis zu einem Jahr. Würde nichts gegen die Rattenplage unternommen, käme es noch schlimmer: Ein Rattenweibchen kann monatlich bis zu sechs Junge werfen. (fam)

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