Birmenstorf

Raiffeisenbank bleibt 3000-Einwohner-Gemeinde treu: «Wir hätten auch schliessen können»

Die Nähe zu den Kunden weiter pflegen: Iwan Suter, Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisenbank Lägern-Baregg, an der Einweihung der Filiale in Birmenstorf.

Die Nähe zu den Kunden weiter pflegen: Iwan Suter, Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisenbank Lägern-Baregg, an der Einweihung der Filiale in Birmenstorf.

Immer mehr Geldinstitute ziehen sich aus kleineren Orten zurück. Die Raiffeisenbank Lägern-Baregg macht in Birmenstorf genau das Gegenteil.

Die in den letzten zwölf Monaten umgebaute Geschäftsstelle der Raiffeisenbank an der Badenerstrasse 1 in Birmenstorf wurde am Freitag offiziell eingeweiht. Hintergrund dieses Umbaus sind die sich veränderten Kundenbedürfnisse und die Veränderungen in der Bankenwelt sowie im Marktumfeld. Der Schalterbereich ist neu zu einer offenen und modernen Beratungszone umgebaut worden. Beratungen können ortsunabhängig und auch ausserhalb der Öffnungszeiten vereinbart werden.

In einer Zeit, in der immer mehr Bankfilialen geschlossen werden, verhält sich die Raiffeisenbank anders. «Unsere Überlegung war eine andere. Von den reinen Zahlen und Fakten her hätten wir auch schliessen können», gibt Iwan Suter, der Vorsitzende der Bankleitung der Raiffeisenbank Lägern-Baregg, zu. «Doch Bank ist auch Vertrauen, Nähe zum Kunden. Die meisten anderen Institute sind auch gut und haben gute Produkte. Jedoch nicht austauschbar sind die Beziehungen zum Kunden. Dies braucht Nähe», betont Suter. Und genau diese schafft die Raiffeisenbank mit der umgebauten Filiale.

Drinnen moderner, draussen E-Ladesäulen

Hingegen gehen die klassischen Bank-Dienstleistungen am Schalter laufend zurück. Entsprechend präsentiert sich auch die Geschäftsstelle nach dem Umbau mit einer hellen 24-Stunden-Zone, komfortablen Ein- und Auszahlungsautomaten, einer offenen Empfangshalle und zwei modernen Sitzungszimmern. Zudem sind vor der Bank neu zwei Ladesäulen für Elektroautos installiert worden.

Da die Raiffeisenbank weniger Räumlichkeiten als früher benötigt, wurden im Obergeschoss und im Dachgeschoss zwei neue Mietwohnungen realisiert.

Birmenstorfs Frau Gemeindeammann Marianne Stänz sowie die Grossratspräsidentin Edith Saner, die ihre politische Laufbahn im Gemeinderat Birmenstorf begann, freuten sich ebenso wie Verwaltungsratspräsident Roland Michel über das klare Bekenntnis zum Standort Birmenstorf. Edith Saner überreichte Iwan Suter, der mit der Banddurchschneidung die Eröffnung offiziell machte, auch noch einen speziellen Wein für den ganzen Verwaltungsrat. «Es wurden alle Optionen diskutiert, aber am Ende war es ein klarer Entscheid und auch ein ganz klares Votum für Birmenstorf», betonte Suter.  

Raiffeisenbank Wettingen ist in der Planungsphase

Die Bevölkerung freute sich sichtlich ebenfalls über die neue Raiffeisenbank und kam zahlreich, um sowohl die Bankräumlichkeiten als auch die Wohnungen zu begutachten. Ausserdem genossen viele die Frühlingssonne, Köstlichkeiten vom Grill und vielleicht auch ein wenig, dass es in Zeiten von Corona der vermutlich letzte Anlass für länger gewesen sein dürfte.  

Ungeachtet dessen: «Für die Raiffeisenbank Lägern-Baregg ist dies ein klares Bekenntnis zu allen vier Standortgemeinden», erklärt Iwan Suter. So wird in Ehrendingen im April ein Facelifting vorgenommen, gefolgt von Baden und dem grossen Neubauprojekt in Wettingen. Dieses ist jetzt in der Planungsphase. «Wir sind daran, die Details zu definieren, und werden das Baugesuch einreichen. Wir hoffen, dass wir am Ende des Jahres die Baubewilligung vorliegen haben und nächstes Jahr die Bagger auffahren können», erklärt Suter den Fahrplan.

Doch vorerst genoss er wie alle anderen den gelungenen Umbau in Birmenstorf und die Gespräche mit den zahlreichen Kunden und Gästen, bevor Filialleiterin Cornelia Busslinger und ihr Team das Zepter übernahmen.  

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