Montag, 17 Uhr auf dem Sternenplatz in Spreitenbach: Eigentlich wollte der Gemeinderat die neue Gemeindestele mit einem Apéro grosszügig einweihen. An der Stele sind Tafeln befestigt, die auf die Limmattaler Projektschau, kurz Regionale 2025, aufmerksam machen. Doch weder ein Vertreter der Projektschau noch Interessierte aus der Bevölkerung tauchen auf. Ein kurzes Telefonat gibt Aufschluss: Der Vertreter hat sich den Termin falsch eingetragen. Warten könne man nicht, meint Gemeindepräsident Valentin Schmid. Man habe die Gemeinderatssitzung wegen der Einweihung extra verschoben. Abhalten müsse man sie nun aber trotzdem. Zudem seien nur der Gemeinderat und die Presse anwesend. Der Ansturm der Bevölkerung hält sich in Grenzen.

Es macht den Anschein, als würde sich das öffentliche Interesse in Grenzen halten. Eine andere Erklärung könnte auch sein: Das Volk weiss einfach zu wenig über die Regionale 2025. Deshalb hier eine Übersicht.

Attraktivität rund um den Fluss fördern

Die Regionale 2025 hat das Ziel, mit diversen Projekten die Region rund um die Limmat aufzuwerten. Wird die Attraktivität der Region rund um den Fluss gemeinsam gesteigert, schaffe das zudem eine Limmattaler Identität. Hinter der Idee steckt der gleichnamige Verein, dem 15 Limmattaler Gemeinden und Städte aus dem Aargau und Zürich angehören. Diese Gemeinden konnten Projektvorschläge einreichen, aus denen der Verein dann auswählte, welche Projekte aufgenommen, gefördert und teilweise finanziert werden. Das Team um Geschäftsleiter Peter Wolf unterstützt die Organisationen und Gruppen bei der Umsetzung. Aktuell werden 21 Projekte verfolgt, die bis in sechs Jahren realisiert sein sollen. Weitere können noch eingereicht werden. 

Rangierbahnhof wird weiterentwickelt

Die verschiedenen Projekte decken Themenfelder wie Freizeit und Natur, Siedlung und Mobilität sowie Kultur ab. So gibt es zum Beispiel eine neue Ausstiegsstelle für Limmat-Böötler beim Bahnhof Glanzenberg oder eine neue Toiletten-Anlage bei der Allmend. Auch der Heisse Brunnen des Vereins Bagni Popolari in Baden gehört dazu. Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Weiterentwicklung des Rangierbahnhofs in Spreitenbach. Die laufenden Projekte werden während der sogenannten Zwischenschau der Öffentlichkeit vorgestellt. In den Jahren 2019 und 2022 wird die Bevölkerung intensiv über die Fortschritte informiert. Momentan werden in den teilnehmenden Gemeinden Stelen eingeweiht, die mit Plakaten auf die Projektschau aufmerksam machen. Auftakt zu dieser ersten Zwischenschau war eine Velotour von Wettingen bis Schlieren.

Am 31. August wird die erste Etappe der Limmattalbahn in Schlieren eingeweiht. Ende August und im September finden dann diverse Feste statt, wie etwa «Schliere Lacht», das Fantoche in Baden oder das Nachbarschaftsfest in der Stadthalle in Dietikon. Zusammen sollen die Limmattaler dort feiern.