Wettingen

Politiker-Tochter Ariane Dieth kandidiert für den Grossen Rat: «Ich bin grüner als mein Vater»

Ariane Dieth in einem Park: «Die Natur bedeutet mir sehr viel.» Sie setze sich aber auch für Kinder und Jugendliche ein.

Ariane Dieth in einem Park: «Die Natur bedeutet mir sehr viel.» Sie setze sich aber auch für Kinder und Jugendliche ein.

Die Tochter des Wettinger Regierungsrats Markus Dieth will in den Grossen Rat. Sie setzt sich bereits jetzt schon für Kinder, Jugendliche und Familien ein. Was Ariane Dieth bewirken will – und was ihr das «C» im Parteinamen bedeutet.

Auf Listenplatz Nummer 18 bei der CVP im Bezirk Baden steht eine Kandidatin mit bekanntem Nachnamen: Ariane Dieth – die Tochter von Regierungsrat Markus Dieth. Die 22-Jährige macht daraus kein Geheimnis, im Gegenteil: Sie ist gemeinsam mit ihrem Vater auf einem Wahlplakat zu sehen.

Wem nützt dieses eigentlich mehr, dem Vater oder der Tochter? «Wohl beiden gleich stark», sagt Ariane Dieth. «Klar, ich profitiere von seiner Bekanntheit. Er wiederum zeigt damit, dass Familie für ihn eine grosse Bedeutung hat.»

Ariane Dieth wurde von der Ortspartei angefragt, ob sie sich vorstellen könnte, für den Grossen Rat zu kandidieren. «Ich musste nicht lange überlegen. Ich bin Mitglied bei der CVP, seit ich 18 bin.» Sie vertritt also dieselbe Partei wie ihr Vater – das bedeute aber nicht, dass es zu Hause keine Diskussionen gebe. «Wir debattieren immer wieder am Familientisch. Ich denke, ich kann ihn fordern, er mich aber auch. Seiner Meinung nach vertrete ich manchmal unrealistische Haltungen. Aber am Schluss der Diskussionen können wir uns meistens einigen.»

Ist das «C» im Namen der Partei zu religiös?

Welches sind politisch die grössten Unterschiede zu ihrem Vater? «Ich bin grüner als er. Die Natur bedeutet mir sehr viel, ich engagiere mich für die Umwelt.» Das habe sicher auch mit ihrem Studium zu tun. Ariane Dieth machte die Matur an der Kantonsschule Wettingen und studiert derzeit Geografie an der Universität Zürich im Hauptfach sowie Raumplanung und Landschaftsentwicklung an der ETH Zürich im Nebenfach.» Bei der Frage, wie die politischen Folgen auf den Klimawandel aussehen sollen, seien sie und ihr Vater manchmal nicht derselben Meinung. «Wir müssen uns als Gesellschaft stärker für die Umwelt einsetzen.»

Markus Dieth mit seinen Töchtern Viviane und Ariane, sowie seiner Ehefrau Désirée.

Markus Dieth mit seinen Töchtern Viviane und Ariane, sowie seiner Ehefrau Désirée.

Die CVP soll ein neues Logo und einen neuen Namen erhalten: Die Mitte. Was hält Ariane Dieth davon, dass das «C» verschwinden könnte? «Ich vertrete die Werte der Partei, damit auch die christlichen Werte, entsprechend finde ich das «C» wichtig. Aber mit dem Namen ‹Die Mitte› können bestimmt viele Leute abgeholt werden, die vom C womöglich abgeschreckt werden. Es gibt viele Wählerinnen und Wähler, die das ‹C› mit religiös verbinden.»

«Ich bin nicht so bekannt wie andere, es wird darum schwierig»

Wofür würde Ariane Dieth im Grossen Rat einstehen? «Ich setze mich für Kinder, Jugendliche und Familien ein. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss viel einfacher möglich sein.» Für junge Menschen engagiert sie sich bereits in der Kinder- und Jugendkommission Wettingen.

«Selbstverständlich habe ich das Ziel, gewählt zu werden. Aber ich bin neu dabei, noch nicht so bekannt wie andere und es wird darum schwierig», antwortet sie auf die Frage, wie gross ihre Wahlchancen sind. Dass sie unabhängig vom Resultat in der Politik Fuss fassen und sich engagieren möchte, steht fest. «Ich will in der Politik bleiben, ganz klar», sagt sie. Auch eine Kandidatur als Einwohnerrätin in Wettingen könnte zum Thema werden.

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