Wo gehen eigentlich die Leute nach einer Poetry-Slam-Veranstaltung hin? Diese Frage stellten sich Poet Simon Libsig und Partyveranstalter Simon Lutz. Die Antwort: in den Ausgang. Am 5. Mai soll im Royal in Baden deshalb zuerst geslammt und anschliessend getanzt werden.

Die Idee bei diesem Konzept geht laut den Veranstaltern auf: «Bei uns haben die Leute sozusagen zwei für eins und müssen nicht extra einen Club aufsuchen,» sagt Libsig. Nicht nur der 41-jährige Libsig tritt vor der Party auf die Bühne, auch andere Wortkünstler wie Laurin Buser sollen die Anwesenden mit ihren Texten auf die Party einstimmen. «Das Publikum darf Knallertexte erwarten», so Libsig.

Die beiden Veranstalter kennen sich schon seit längerem. Beide sind in Baden aufgewachsen und besuchten jeweils die Veranstaltungen des anderen. Die Zusammenarbeit kam dank Lutz zustande. Der 44-Jährige fragte Simon Libsig, ob er Lust hätte, an einer seiner Partys aufzutreten. «Ich fand es ein gutes Konzept und habe Simon vor zwei Jahren darauf angesprochen.»

Libsig lehnte einen Solo-Auftritt ab, machte jedoch den Vorschlag, einen Poetry-Slam mit mehreren Poeten zu organisieren. Es ist die zweite Veranstaltung der beiden, in der Poetry Slam und Party vereint werden sollen.

Bereits im November 2016 organisierten Libsig und Lutz in der Stanzerei in Baden die «Poetry&Party». «Der Teil mit den Poetry Slams war mit 300 Zuhörern gut besucht. Die Welle nach dem Auftritt ist allerdings ausgeblieben. Die Partygäste sind nicht so zahlreich erschienen wie erhofft», sagt Lutz.

Dafür seien die Poetry-Fans zum Tanzen geblieben, was laut Libsig selten vorkomme. Abgesehen von der Location soll sich an der Poetry&Party aber nichts ändern. «Etwas Neues braucht seine Zeit, es sind zwei unterschiedliche Zielgruppen», sagt Lutz. Somit geht die «Poetry&Party» nun in die zweite Runde und soll künftig zwei Mal jährlich stattfinden.