Suppentag in Baden

Peach Weber schwärmte von der Siggenthaler Rebensuppe

Erstmals wurde auch in Baden für die Schweizer Tafel ein Suppentag organisiert. Prominente sammelten dabei für Armutsbetroffene.

Wer nicht genau hinschaute, hätte es vielleicht wirklich für eine Wahlveranstaltung halten können. So wie der Fussgänger, der am Stand vor dem Vögele-Shoes-Laden vorbeimarschierte und auf die Aufforderung hin, er solle sich doch eine Suppe genehmigen, laut rief: «Sicher nicht von der FDP!» Denn hinter dem Tisch mit dem Suppentopf stand deren Ständeratskandidat Thierry Burkart, der gemeinsam mit Badens Stadtammann Markus Schneider (CVP) Suppe herausgab – aber für einen guten Zweck.

Gestern fand an 18 Standorten in der ganzen Schweiz der von der Schweizer Tafel ins Leben gerufene Suppentag statt. Die Organisation verteilt täglich zirka 16 Tonnen Esswaren an rund 500 soziale Institutionen und Abgabestellen und leistet damit einen Beitrag gegen Armut. Zum ersten Mal wurde der Suppentag nun auch in der Badener Innenstadt organisiert, auf Initiative der hiesigen Credit-Suisse-Geschäftsstelle.

Suppentag fand erstmals in der Badener Innenstadt statt – mit Stadtammann Markus Schneider, Nationalrat Thierry Burkart und Comedian Peach Weber.

Suppentag fand erstmals in der Badener Innenstadt statt – mit Stadtammann Markus Schneider, Nationalrat Thierry Burkart und Comedian Peach Weber.

Einer der Köpfe im Hintergrund ist André Ruesch von der CS, der gemeinsam mit seinen Mitarbeitern den Anlass in Baden auf die Füsse gestellt hat. «Den Aufwand darf man nicht unterschätzen», sagte er. Im Sommer hätten sie mit der Planung begonnen und einen Tag vor dem Anlass zum Beispiel noch bemerkt, dass sie ja noch eine Beleuchtung benötigen: «Ab 17 Uhr ist es inzwischen ja schon dunkel», erzählte er lachend.

Das Ziel am gestrigen Tag, der von 11 bis 20 Uhr dauerte, war: 10000 Franken zu sammeln. Gegen einen selbst gewählten Beitrag konnten die Spender – neben von diversen Firmen gesponserten Getränken und Gebäck – so viel von der Siggenthaler Bodenrebensuppe von «Isebähnli»-Koch Jean-Michel Vionnet kosten wie sie mochten. Von dieser schwärmte auch Komiker Peach Weber den Fussgängern vor, die er auf der Badstrasse abfing, um sie zu einem Teller Suppe und einer Spende zu bewegen. Er hatte sich aus Platzgründen nicht neben Schneider und Burkart hinter die Theke gesellt: «Sobald die beiden aber einen Tennisarm haben, löse ich sie gerne ab», meinte er schmunzelnd.

In einem Zwischenjahr wie 2019, in dem er sein Programm für das nächste Jahr vorbereite, habe er mehr Zeit, sich für solch gute Zwecke einzusetzen. Auch für Thierry Burkart war es selbstverständlich, den Organisatoren unter die Arme zu greifen. Einerseits natürlich für die gute Sache, aber auch, weil es hinter der «Theke» sehr unterhaltsam zu- und hergehe: «Markus Schneider habe ich jetzt auch schon drei Tage nicht mehr gesehen», meinte er lachend.

Neben den beiden Politikern half auch Stadträtin Sandra Kohler mit, die wie alle Beteiligten bewundernswerterweise ganz ohne Handschuhe auskam – trotz kalter Temperaturen.

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