Neuenhof

Neuer Gemeindeammann: «Die amtierenden Gemeinderäte gaben mir das Gefühl, willkommen zu sein»

Martin Uebelhart ist seit Montag Neuenhofer Ammann.

Martin Uebelhart ist seit Montag Neuenhofer Ammann.

Martin Uebelhart wurde deutlich zum Gemeindeammann von Neuenhof gewählt. Im Interview spricht er über sein neues Amt.

Am Sonntag ist Martin Uebelhart (CVP) als neuer Gemeindeammann von Neuenhof gewählt worden. Uebelhart erhielt im Gemeinderatssitz-Rennen von 2520 Stimmen deren 645 und lag somit deutlich über dem Absoluten Mehr von 588 Stimmen. Als die AZ ihn am Montag anrief, erreichte sie den 56-Jährigen im Gemeindehaus. Denn Uebelhart hat das Amt bereits angetreten.

Im Vorfeld der Wahlen haben Sie gesagt, Ihre Wahl als Gemeinderat und somit auch als Gemeindeammann sei alles andere als sicher. Dies, weil sich für zwei Sitze gleich sieben Kandidaten bewarben und sich somit die Stimmen verteilten. Nun hat es doch relativ komfortabel gereicht. Ihr Kommentar?

Martin Uebelhart: Mir ist ein grosser Stein vom Herzen gefallen. Und auch die Anspannung hat sich gelöst, wobei diese gleich durch eine neue Anspannung über das, was nun alles kommt, ersetzt wurde (lacht).

Wie haben Sie Ihre Wahl gefeiert?

Zusammen mit meiner Familie, die teils aus dem Solothurnischen angereist war, mit Freunden und Arbeitskollegen sowie natürlich vielen Parteikolleginnen und Kollegen. Sehr gefreut habe ich mich auch, dass Grossratspräsidentin Edith Saner und Kantonalpräsidentin Marianne Binder an der Feier teilnahmen.

Haben Sie Reaktionen von den anderen Gemeinderäten erhalten?

Ja, alle amtierenden Gemeinderäte haben mir gratuliert und mir das Gefühl gegeben, dass sie sich über meine Wahl freuen und dass ich im Gremium willkommen bin.

Das deutliche Resultat dürften sie als starken Vertrauensbeweis interpretieren?

Das ist so. Doch auch andere Kandidaten haben hinter mir sehr gute Resultate erzielt.

Wen wünschen Sie sich denn nun als fünften Gemeinderat?

Dazu etwas zu sagen, wäre nicht angebracht. Warten wir nun den zweiten Wahlgang 29. März ab und schauen wir dann, wer gewählt wird.

Sie sind seit Sonntag im Amt, arbeiten aber noch 100 +Prozent bei der Huba Control AG in Würenlos. Hören sie dort sofort auf?

Nein, ich habe eine ordentliche Kündigungsfrist von drei Monaten. Sprich, ich werde noch bis Ende Mai meiner Arbeit bei Huba Control nachgehen.

Wie arbeiten Sie sich jetzt in das neue Amt ein?

Schon heute habe ich meinen Mailaccount eingerichtet und mich mit der Gemeindekanzlei ausgetauscht. Zudem hat Petra Kuster, die das Amt des Ammanns interimistisch ausgeübt hat, eine Übergabe gemacht. Jetzt geht es vor allem darum, alle möglichen Termine für die kommenden Wochen abzustimmen. Am Dienstag will ich dann weitere Mitarbeitende der Verwaltung kennen lernen.

Wovor haben Sie am meisten Respekt, worauf freuen Sie sich am meisten?

Am meisten Respekt habe ich vor der Doppelbelastung bis Ende Mai in meinem Beruf und mit meinem neuen politischen Amt. Worauf ich mich am meisten freue, sind jetzt die vielen spannenden Gespräche und Diskussionen in Gremien, zumal mit Verkehrsthemen, Finanzen und auch möglichen Zusammenschlüssen viele spannende Themen anstehen.

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